In Deutschland können Aleviten ihre Kultur noch Leben. In der Türkei geraten sie zunehmend unter Druck. Foto: Dr. Kamal Sido/GfbV
Türkei: Druck auf Minderheiten steigt nach Militärputsch
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) beobachtet mit Sorge, dass die streng islamische Regierung unter Präsident Recep Tayyib Erdogan nach dem gescheiterten Militärputsch den Druck auf die liberale Glaubensgemeinschaft der Aleviten und andere Minderheiten in der Türkei verstärkt.
Die Bundesregierung hatte zum Weltflüchtlingstag Opfern von Flucht und Vertreibung gedacht, doch gleichzeitig werden Roma-Kinder, die in Deutschland geboren und aufgewachsen sind, in den Kosovo abgeschoben. Das ist für uns nicht hinnehmbar! Deswegen demonstrierten wir während der Feierstunde vor dem Gebäude.
Entwurzelt nicht „unsere“ Roma-Kinder!
Während der Feierstunde der Bundesregierung zum Gedenken an die Opfer von Flucht und Vertreibung im Deutschen Historischen Museum am Montag in Berlin haben wir gemeinsam mit langjährig geduldeten Roma aus dem Kosovo gegen die geplante Abschiebung dieser Minderheitenangehörigen protestiert.
"Angesichts ihrer unerträglichen Situation und eingedenk der Verfolgung und Vernichtung der Sinti und Roma durch das NS-Regime fordern wir die Bundesregierung und die Bundesländer auf, die nur rund 4.400 langjährig in Deutschland geduldeten Roma aus dem Kosovo als Kontingent bei uns aufzunehmen und so ein Zeichen des guten Willens für diese existenziell bedrohte Minderheit zu setzen." Tilman Zülch, Präsident der GfbV International
Menschenrechtler mahnen mit Aktion in Berlin: Abschiebung langjährig geduldeter Flüchtlinge ist Vertreibung!
Aktion vor dem Deutschen Historischen Museum in Berlin: „Unsere“ Roma-Kinder dürfen nicht entwurzelt werden!
Für Fußballfans ist der Juni dieses Jahres ein Freudenmonat. Neben der Europameisterschaft in Frankreich können sie sich auch an Spielen der Europeada vom 18. bis 26. Juni 2016 erfreuen. Foto: jarmoluk via pixabay
Europeada – Was ist das denn?
Am 18. Juni 2016 beginnt die Europeada in Südtirol. Doch was verbirgt sich hinter diesem Begriff?
Die GfbV hat mehrere von Abschiebung bedrohte Roma und ihre Kinder zu der Mahnwache eingeladen. Gemeinsam mit ihnen wollen die Menschenrechtler einen dringenden Appell an die deutsche Bundesregierung sowie die Innenminister und –senatoren der Länder richten, die Roma nicht abzuschieben und ihnen ein dauerhaftes Bleiberecht zu gewähren. Foto: GfbV
Aktion am Gedenktag für die Opfer von Flucht und Vertreibung
Mahnwache mit Angehörigen der Roma am Montag, den 20. Juni 2016, von 13. 00 bis 16.00 Uhr neben dem Deutschen Historischen Museum vor der Neuen Wache, Unter den Linden 4 in Berlin.
Bundestag wird Resolution zum Völkermord an Armenier und anderen christlichen Minderheiten verabschieden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt die am Donnerstag stattfindende Debatte im Bundestag und die Resolution „Erinnerung und Gedenken an den Völkermord an den Armeniern und anderen christlichen Minderheiten in den Jahren 1915 und 1916“, die anschließend verabschiedet werden soll.
Menschenrechtsaktionen für den indianischen Bürgerrechtler Peltier (24. und 25.04.)
Mit zwei phantasievollen Mahnwachen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Sonntag und Montag in Hannover ihren Appell an Präsident Barack Obama unterstreichen, dem seit 40 Jahren unschuldig inhaftierten indianischen Bürgerrechtler Leonard Peltier die Freiheit zu schenken.