Vor der Eröffnung einer neuen Großmoschee in Köln durch den türkischen Präsidenten Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Dachverband der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) aufgefordert, sich zu Menschenrechten und der demokratischen Grundordnung zu bekennen. Die Verquickung von Religion und totalitärem Staat muss endlich beendet werden. Bild: Raimond Spekking via Wikimedia Commons | CC BY-SA 4.0
Ditib soll sich zu Menschenrechten und demokratischer Grundordnung bekennen
Vor der Eröffnung einer neuen Großmoschee in Köln durch den türkischen Präsidenten Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Dachverband der türkischen Moscheegemeinden (Ditib) aufgefordert, sich zu Menschenrechten und der demokratischen Grundordnung zu bekennen.
Präsident Erdogan steht nicht für die Grundwerte Europas der Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte, sondern für Willkür- und Gewaltherrschaft. Mit dieser symbolischen Kranzniederlegung vor der Neuen Wache wollen wir den tausenden Opfern seiner Gewaltherrschaft eine Stimme geben. Foto: Hanno Schedler für GfbV
Protest zum Erdogan-Besuch in Deutschland
Wenige Stunden vor Beginn des Besuchs des türkischen Staatspräsidenten Recep Tayyip Erdogan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gemeinsam mit Kurden, Yeziden, Aleviten und Christen einen Kranz in Berlin vor der Gedenkstätte für die Opfer von Gewaltherrschaft niedergelegt, um der Verfolgten des Erdogan-Regimes zu erinnern.
Präsident Recip Erdogan schreckt vor nichts zurück, um seinen drohenden Machtverlust zu verhindern. Bild: Recep Tayyip Erdogan via Flickr CC0 1.0
Proteste zum Staatsbesuch des türkischen Präsidenten in Berlin
Mit drei Menschenrechtsaktionen wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor und während des Staatsbesuchs des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in Berlin auf die anhaltenden schweren Menschenrechtsverletzungen in der Türkei und in türkischen besetzen Regionen Syriens aufmerksam machen.
Ein Camp der Rohingya in Cox's Bazar in Bangladesh. Das kanadische Parlament hat die Verbrechen an den Rohingya in Burma als Genozid erklärt. Der deutsche Bundestag soll dem kanadischen Beispiel folgen. Bild: Mohammad Tauheed via Flickr CC BY-NC 2.0
Menschenrechtler: Deutscher Bundestag soll Kanadas Beispiel folgen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an den Deutschen Bundestag appelliert, dem Beispiel des kanadischen Parlaments zu folgen und die Verbrechen an Rohingya in Burma zum Genozid zu erklären.
Die Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen will die Zivilbevölkerung in Syrien vor weiteren Giftgas-Einsätzen schützen. Allerdings fehlen konkrete Vorschläge seitens der Bundesregierung und auch der NATO für eine politische Lösung des Syrien-Konfliktes. Bild: Jette Carr via Flickr CC BY 2.0
Politische Lösung für Syrien gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Haltung von Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen, die Zivilbevölkerung in Syrien vor weiteren Giftgas-Einsätzen schützen zu wollen.
Die nigerianische Regierung um Muhamadu Buhari soll sich für eine Lösung der Fulani-Krise einsetzen, um die christliche Minderheit im Land zu schützen. Bild: UN Photo/Amanda Voisard via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Merkel soll sich in Nigeria für mehr Schutz von Christen einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel appelliert, sich in Nigeria für einen besseren Schutz bedrängter Christen vor Übergriffen muslimischer Fulani-Nomaden einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Wiesbadens Oberbürgermeister Sven Gerich aufgefordert, eine umstrittene Kunstaktion mit einer überlebensgroßen Statue des türkischen Staatspräsidenten abzubrechen, da sie die Gefühle der Opfer von Erdogans schweren Menschenrechtsverletzungen verletzt.
Seit dem Jahr 2015 verhandeln die Regierungen Deutschlands und Namibias über eine offizielle Entschuldigung Deutschlands für die Genozid-Verbrechen. Immer wieder gerieten die Gespräche ins Stocken. Bild: GfbV
Völkermord an Herero und Nama aufarbeiten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat mehr Fortschritte bei der Ausarbeitung einer offiziellen Entschuldigung des Deutschen Bundestages und der Bundesregierung für die in deutschen Namen begangenen Kolonialverbrechen im heutigen Namibia gefordert.
Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Bild: Gustavo Jeronimo via Flickr CC BY 2.0
Aktion während der deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen
Mit einer bunten Menschenrechtsaktion wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Bundeskanzlerin Angela Merkel dazu auffordern, sich bei den deutsch-chinesischen Regierungskonsultationen am kommenden Montag für die Schließung der Umerziehungslager in der Uiguren-Region Xinjiang einzusetzen.
In Deutschland lebende Tibeter und Uiguren werden die Aktion unterstützen, die die GfbV mit eindringlichen Bildern und Accessoires in Szene setzen wird. So wird sich unter anderem ein Aktivist einen überdimensionalen Waschmittelkarton für „Gehirnwaschpulver“ überstülpen. Computermonitore mit dem Konterfei von Staatspräsident Xi Jinping werden die totale Überwachung der uigurischen Bevölkerung im Nordwesten Chinas symbolisieren.
„Hunderttausende Uiguren, aber auch ethnische Kasachen werden ohne Kontakt zur Außenwelt in Umerziehungslagern festgehalten und einer quälenden Gehirnwäsche unterzogen. Dabei kümmert es die Regierung nicht, dass mit der illegalen Inhaftierung chinesisches Recht gebrochen wird, das ist eine zutiefst menschenverachtende Politik“, kritisiert der GfbV-Mitarbeiter Hanno Schedler und warnt: „Erst wurde in Tibet ein Polizeistaat errichtet, jetzt wird in Xinjiang ein System zur totalen Überwachung der Bevölkerung installiert. Das wird die Spannungen zwischen den Uiguren, Kasachen und der Mehrheitsbevölkerung der Han weiter verschärfen.“
Mit ihrer Aktion setzen sich die Menschenrechtler auch für die in der chinesischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit in Tibet ein. „Der Dalai Lama wird am 6. Juli 83 Jahre alt und viele Tibeter möchten ihrem geistlichen Oberhaupt öffentlich die Ehre erweisen“, berichtet Schedler. „Doch die Tibeter werden von den chinesischen Behörden systematisch daran gehindert, ihm zu huldigen: Es ist nach wie vor bei Androhung harter Strafen verboten, Fotos vom Dalai Lama aufzustellen.“