Header Bild: Narendra Modi via Flickr (CC BY-SA 2.0)
Massenproteste in Indien gegen umstrittenes Staatsbürgerschaftsgesetz
— Göttingen, den 22. Dezember 2019 —- Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung Indiens vorgeworfen, mit ihrem neuen Staatsbürgerschaftsgesetz systematisch Konflikte, Gewalt…
Vor allem die starke Zunahme der Verletzungen der Religionsfreiheit, die Kaschmir-Krise und die Abschiebung von rund zwei Millionen Muslimen aus Assam müssten von Bundeskanzlerin Merkel angesprochen werden. Foto: Der Brahmaputra in Guwahati. Deepraj via Flickr (CC BY-SA 3.0)
Bundeskanzlerin Merkel reist nach Indien
Beim bevorstehenden Indien-Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel dürften Menschenrechtsfragen nicht ausgespart werden, forderte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Vor allem die starke Zunahme der Verletzungen der Religionsfreiheit, die Kaschmir-Krise und die Abschiebung von rund zwei Millionen Muslimen aus Assam müssten auch angesprochen werden.
Der Cauvery-Fluss in Indien ist massiv verseucht. Bild: Ashwin Kumar via Flickr (CC BY-SA 2.0).
Streit um Aufforstungs-Programm in Indien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) schließt sich einem Appell 95 indischer Umwelt- und Menschenrechtsorganisationen an Schauspieler Leonardo DiCaprio an. Darin wird er aufgefordert, ein um…
Indiens Innenminister Amit Shah (links, gemeinsam mit Indiens Premierminister Narendra Modi) hat einen Sturm der Entrüstung und Proteste ausgelöst, als er am Wochenende forderte, Hindi zur nationalen Sprache des Landes zu erklären. Foto: Gieve Grand via Flickr (CC BY 2.0)
Weltweite Sprachenvielfalt akut bedroht
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Indiens Hindu-nationalistischer Regierung vorgeworfen, mit ihrer Sprachenpolitik die Sprachenvielfalt und das Weltkulturerbe zu gefährden. „Indien ist einzigartig in seiner Sprachenvielfalt. Wenn Indiens Regierung nun Hindi zur nationalen Sprache erklären will, dann ist dies ein Anschlag auf die Vielfalt der Kulturen im eigenen Land und in der Welt“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Montag in Göttingen.
Das Nationale Register für Staatsbürger hatte am Samstagmorgen nach Ablauf aller Einspruchsfristen das Ergebnis seiner Prüfung des Einwohnerregisters veröffentlicht und 1,906.657 Millionen Bewohner Assams zu illegalen Migranten erklärt. Bild: Nalin a via Flickr
Neue Flüchtlingstragödie droht in Asien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat vor einer Flüchtlingstragödie in Asien gewarnt. Mehr als 1,9 Millionen Menschen drohe die Vertreibung aus dem Nordosten Indiens, nachdem die indischen Behörden ihnen die Registrierung als Staatsbürger verweigerten.
Ein 27 Jahre alter Missionar aus den USA wurde am 17. November 2018 von indigenen Sentinelesen getötet, als er widerrechtlich ihr Schutzgebiet auf den Andamanen betrat, um die Bewohner zum Christentum zu bekehren. Bild: nutraveller via pixabay CC0 1.0
Indien: Getöteter US-Missionar hat verfolgten Christen keinen guten Dienst erwiesen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt davor, dass der gewaltsame Tod des US-Missionars John Chau auf den Andamanen die Christenverfolgung in Indien schüren könnte.
Die Sentinelesen zählen zu vier kleinen Gruppen indigener Völker, die seit rund 60.000 Jahren auf den Andamanen leben. Indien hat schon in den 50er-Jahren strenge Schutzbestimmungen erlassen, die jedoch immer wieder von Touristen missachtet werden.
Bild: Ana Raquel S. Hernandes CC BY-SA 2.0
Andamanen: Verantwortung für Tod des US-Bürgers nicht umkehren!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bedauert den tragischen Tod eines US-Missionars auf den Andamanen, warnt jedoch gleichzeitig nachdrücklich davor, nun ausschließlich die indigenen Insel-Bewohner für den gewaltsamen Tod verantwortlich zu machen.
Am letzten Donnerstag waren sieben Rohingya-Flüchtlinge aus dem Bundesstaat Assam nach Burma abgeschoben worden.
Bild: UN Photo/Amanda Voisard via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
40.000 geflüchteten Rohingya droht Abschiebung aus Indien
Unter den Geflüchteten in Indien geht die Angst um, seit das Bundesinnenministerium Indiens vor wenigen Tagen anordnete, die biometrischen Daten aller geflüchteten Rohingya zu erfassen, um ihre Abschiebung vorzubereiten.
Die Menschenrechtsorganisation forderte Indiens Premierminister Narendra Modi auf, ein Urteil des Höchsten Gerichtshofes des Landes aus dem Jahr 2016 umzusetzen und 315 eingestellte Ermittlungsverfahren gegen mutmaßliche Verantwortliche des Pogroms wiederaufzunehmen. Bild: Cia Pak via UN Photo
Zehn Jahre nach Pogromähnlichen Ausschreitungen gegen Christen in Indien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Gerechtigkeit für die Opfer der Gewalt gefordert.