Der erbitterte Wahlkampf, in dem Religion und Rassismus eine große Rolle spielen, hat tiefe Gräben hinterlassen und Indonesien gespalten.
Foto: USAID Indonesia via Flickr
Richtungswahl für Indonesien: In Jakarta wird Gouverneur gewählt (19.2.)
Vor dem entscheidenden zweiten Wahlgang zur weltweit mit Spannung verfolgten Gouverneurswahl in Jakarta am heutigen Mittwoch hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ihre Besorgnis über wachsende religiöse Intoleranz und Rassismus gegenüber Minderheiten in Indonesien geäußert.
In den vergangenen Monaten hatten islamistische Aktivisten Ahok öffentlich angefeindet und gegen ihn einen Prozess wegen angeblicher Blasphemie angestrengt, Foto: Abraham Arthemius via Flickr
Indonesien: Gouverneurswahl ist Gradmesser für Toleranz für Minderheiten
Als „Schicksalswahl“ und „Gradmesser für Toleranz für Minderheiten“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Gouverneurswahl in Indonesiens Hauptstadt Jakarta am kommenden Mittwoch bezeichnet.
Ein Flüchtlingslager der Rohingya in Bangladesch, Foto: EU/ECHO/Pierre Prakash via Flickr
Außenminister islamischer Staaten beraten über Rohingya-Konflikt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die Außenminister der Organisation für Islamische Zusammenarbeit (OIC) appelliert, sich bei ihrem morgigen Sondergipfel zum Rohingya-Konflikt in Burma für eine politische Lösung der Flüchtlingstragödie in Südostasien einzusetzen.
Auch die Bürgerkriege im Sudan sind vergessene Konflikte. Hunderttausende Menschen müssen unsägliches Leid ertragen. Foto: Albert Gonzalez Farran/UNAMID
Editorial: Im Schatten großer Kriege
Fernab großer Kriege gibt es zahllose Konflikte, die in der Berichterstattung unterzugehen drohen.
Als Widodo im Oktober 2014 Staatspräsident wurde, hofften viele, dass sich die Menschenrechtslage in Westpapua bessern würde. Doch sie wurden enttäuscht. Denn unter dem wegen seines Engagements für Bürgerrechte geschätzten Präsidenten Widodo haben die Menschenrechtsverletzungen an Papua-Ureinwohnern massiv zugenommen. Foto: Axel Drainville via Flickr
Indonesien: Zahl der willkürlichen Verhaftungen von Papua dramatisch gestiegen
Nach erneuten Massenverhaftungen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Indonesien vorgeworfen, Menschenrechte von Papua-Ureinwohnern systematisch zu verletzen.
Staatspräsident Joko Widodo gibt seine Neutralität in Glaubensfragen auf: Er hat sich den Demonstranten angeschlossen und zu einem Massengebet für die Einheit des Landes aufgerufen. Foto: State Dept./Erik A. Kurniawa via flickr
Indonesien: Erneut Großdemonstration gegen christlichen Gouverneur
In Indonesien drohen die Rechte ethnischer und religiöser Minderheiten im Machtkampf zwischen Reformern und nationalistischen sowie islamischen Hardlinern geopfert zu werden, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
„Die heutige Großdemonstration gegen Jakartas Gouverneur Basuki Tjahaja Purnama, der christlichen Glaubens und chinesischer Abstammung ist, ist ein deutliches Zeichen, wie sehr sich die Lage religiöser und ethnischer Minderheiten in Indonesien verschlechtert hat.“
Foto: Sanofi Pasteur via Flickr
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sieht in Indonesien alarmierende Anzeichen zunehmender religiöser Intoleranz und fordert einen besseren Schutz religiöser und ethnischer Minderheiten vor Übergriffen radikal islamischer Gruppen.
Willkürlichen Übergriffe schüren ein Klima der Rechtlosigkeit und schüchtern friedliche Demonstranten gezielt ein, um weitere Proteste gegen die indonesische Politik zu unterbinden. Foto: Dominic Hartnett via Flickr
Westpapua: Proteste indigener Papua werden blutig niedergeschlagen
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gegen Indonesiens Sicherheitskräfte erhoben.