Yezidische Region Sinjar im Irak:
• Bagdad und Arbil streiten um Status der Region
• Bundesregierung soll sich für Sonderstatus einsetzen
• Konkurrierende Verwaltungen sorgen für Chaos
Menschenrechtsaktion der GfbV am 02.08.2017 in Hannover. Foto: GfbV
Sechster Jahrestag des Völkermordes an den Yeziden (3.8.)
Jahrestag des Völkermordes an den Yeziden (3.8.):
• Hundertausende Vertriebene wollen zurück in ihre Heimat
• Luftangriffe der Türkei machen die Rückkehr gefährlich
• Fast 3.000 Yezidinnen und wohl hunderte Kinder noch in der Gewalt ihrer Entführer
Islamisierung in der Türkei:
• Hetzkampagne gegen Istanbuls Oberbürgermeister
• Hintergrund ist die wohlwollende Darstellung eines alevitischen Geistlichen
• Vermehrt religiöse Spannungen auch in Deutschland
Yezidisches Vertriebenenlager Quelle: Alice Aedy/Nobody's Listening
Covid-19 im Nordirak
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und 24 weitere Menschenrechtsorganisationen schlagen in einer gemeinsamen Erklärung Alarm: Bereits traumatisierte Gemeinschaften im Nordirak sind unzureichend auf eine mögliche Infektionswelle vorbereitet.
„Hier braucht es dringend Lösungen, denn Mütter und Kinder werden derzeit gegen ihren Willen getrennt – oft ohne Chance, sich später je wiederzufinden."
Internationaler Frauentag
Zum Internationalen Frauentag macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf einen vergessenen Aspekt von Gewalt an Frauen aufmerksam: Die Zeugung von Kindern bei Vergewaltigungen und die Folgen für die betroffenen Frauen – und Kinder.
Bald wird es keine Christen mehr in Nordsyrien geben, wenn Erdogan und andere Islamisten nicht gestoppt werden. Foto: K. Sido/GfbV (April 2019).
Religiöse Vielfalt im Nahen Osten
Religiöse Vielfalt im Nahen Osten:
• Christliche Bevölkerung im Irak in einer Generation um 90 Prozent geschrumpft
• Innerhalb von sechs Jahren eine Millionen Christen weniger in Syrien
• Von Ankara unterstützte islamistische Milizen Hauptgefahr für verbleibende Christen
Ein kurdischer Bauer im Nordosten von Syrien, in direkter Nachbarschaft von Idlib. Foto: Sido/GfbV (2015)
Al-Baghdadi in Idlib
Abu-Bakr al-Baghdadi, der Anführer des sogenannten Islamischen Staates (IS), lebte offenbar monatelang unbehelligt in der Region Idlib, direkt an der Grenze zur Türkei. „Idlib steht seit Jahren unter Kontrolle der türkischen Armee und mit ihr verbündeter islamistischer Milizen“, erinnert Kamal Sido, Nahostexperte Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Im Film berichten vier starke Frauen über das Trauma der Vergewaltigung im Krieg und die Freude einer Mutter über ihr Baby. Bild: GfbV
„Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und das Zentrum der Eziden Göttingen zeigen am Donnerstag, den 8. August, den Film „Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“. Die Vorführung im Victor-Gollancz-Haus der Gesellschaft für bedrohte Völker, Geiststraße 7 in Göttingen beginnt um 19:00 Uhr. Im Anschluss diskutiert Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und Sprachliche Minderheiten und Nationalitäten Ilyas Isa, Vorstand des Zentrums der Eziden Göttingen, und dem yezidischen Menschenrechtler Mirza Dinnayi über die Themen Vergewaltigung als Kriegswaffe, Kinder des Krieges weltweit und die Lage der yezidischen Vergewaltigungsopfer und ihrer Kinder im Nordirak.
Im Film berichten vier starke Frauen über das Trauma der Vergewaltigung im Krieg und die Freude einer Mutter über ihr Baby. Bild: GfbV
„Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Ezidische Akademie zeigen am Dienstag, den 6. August, den Film „Geliebt & Geächtet – Kinder des Krieges“. Die Vorführung in der Schulenburger Landstraße 150 in Hannover beginnt um 17:30 Uhr. Im Anschluss diskutiert Lina Stotz, GfbV-Referentin für ethnische, religiöse und sprachliche Minderheiten und Nationalitäten mit Hatab Omar, dem Vorsitzenden der Ezidischen Akademie über die Themen Vergewaltigung als Kriegswaffe, Kinder des Krieges weltweit und die Lage der yezidischen Vergewaltigungsopfer und ihrer Kinder im Nordirak. Die Filmvorführung ist Teil einer Ausstellung der Ezidischen Akademie vom 3. bis 15. August.