Um das friedliche interreligiöse Miteinander im Nahen Osten zu fördern, müsse Deutschland die Beziehungen zwischen religiösen Gruppen und den Schutz von Minderheiten thematisch und finanziell stärker ins Zentrum von Entwicklungshilfe und Außenpolitik im Irak und Syrien stellen. Foto: GfbV (2019)
37. Deutscher Evangelischer Kirchentag
Auf dem 37. Deutschen Evangelischen Kirchentag wurde die Resolution „Mit interreligiösem Dialog Leben retten und Zukunftsperspektiven bauen – in Deutschland und im Nahen Osten!“ der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verabschiedet. Sie fordert vom Rat der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) und der Bundespolitik verstärkten Einsatz für religiöse Minderheiten im Nahen Osten.
Christliche Kirche in Bartalla, Nordirak. Foto: Kamal Sido/GfbV 2012.
Nordirak: Christen in Bedrängnis
Nach der Vertreibung des „Islamischen Staates“ (IS) aus der nordirakischen Provinz Mossul entstehen für die dort lebenden Christen neue Probleme, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen. Repräsentanten der Assyrer/Chaldäer/Aramäer befürchten eine schleichende „demographische Veränderung“ auf Kosten ihrer christlichen Volksgruppe, insbesondere in der Ninive-Ebene nördlich und östlich der Stadt Mossul.
Der GfbV-Irak-Experte Kamal Sido forderte am Dienstag in Göttingen: „Religiöse Führer, die Gewalt, extremistische Ideologie und Spaltung der Gesellschaft fördern, sollten aus ihren Ämtern entfernt werden." Foto: Aschevogel via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die wiederholten, eindringlichen Appelle des chaldäischen Patriarchen Kardinal Louis Sako an die irakische Zentralregierung und die anderen Regierungen der islamisch geprägten Länder im Nahen Osten, „ihr Image zu korrigieren, indem sie die Verantwortlichen für Hasspredigten zur Rechenschaft ziehen“.
Kurdisches Militär schützt zivile Einrichtungen in Nordirak. Bild: Kamal Sido/GfbV
„Zerstörerisch“: Irakischer Großmufti will Muslimen Teilnahme an christlichen Festen verbieten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) verurteilt den Aufruf des aus dem Irak stammenden arabisch-sunnitischen Großmuftis Sheikh Abdul Mahdi Al Sumaidaie, Muslime dürften an christlichen Weihnachts- und Neujahrsfeiern keinen Anteil nehmen.
Seit mehr als einem Jahr ist der „Islamische Staat“ (IS) aus der nordirakischen Metropole Mossul und der benachbarten Ninive-Ebene vertrieben worden. Dennoch können die meisten Christen nicht zurückkehren, weil Ihnen die Mittel für den Wiederaufbau ihrer zerstörten Häuser fehlen. Foto: IHH Humanitarian Relief Foundation via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Irak: Verdrängung der Christen durch Wiederaufbauhilfe verhindern!
Wenige Tage vor Weihnachten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Hilfe für christliche Assyrer/Chaldäer/Aramäer und andere Minderheiten im Nordirak gefordert.
Das furchtbare Schicksal der mehr als 3.000 im Nordirak verschleppten yezidischen Mädchen und Frauen vor Augen, die noch immer in der Gewalt des Islamischen Staates (IS) sind, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag von den politischen Kräften im Irak und Syrien Sicherheitsgarantien für die Yeziden gefordert. Foto: strassenstriche.net via Flickr CC BY-NC 2.0
Verleihung des Friedensnobelpreises an Nadia Murad (10.12.) – Sicherheitsgarantien für Yeziden gefordert
Das furchtbare Schicksal der mehr als 3.000 im Nordirak verschleppten yezidischen Mädchen und Frauen vor Augen, die noch immer in der Gewalt des Islamischen Staates (IS) sind, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag von den politischen Kräften im Irak und Syrien Sicherheitsgarantien für die Yeziden gefordert.
Als „großartige Ermutigung im weltweiten Kampf gegen sexualisierte Gewalt“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Friedensnobelpreis für Nadia Murad und Denis Mukwege bezeichnet.
Bild: U.S. Department of State via Wikimedia Commons | U.S. Government Works
Langjährige GfbV-Partnerin Nadia Murad erhält Friedensnobelpreis
Als „großartige Ermutigung im weltweiten Kampf gegen sexualisierte Gewalt“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Friedensnobelpreis für Nadia Murad und Denis Mukwege bezeichnet.
Geflüchtete aus der Sinjar-Region im Irak.
Die Nachricht über einen tödlichen Angriff der türkischen Luftwaffe auf einen Konvoi von Yeziden in der Region Sinjar nahm die GfbV mit Erschütterung zur Kenntnis. Bild: Meg Sattler WVI/Iraq via Flickr CC BY 2.0
Schwere Vorwürfe gegen türkische Luftwaffe
Mit Erschütterung und Empörung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Nachricht über einen tödlichen Angriff der türkischen Luftwaffe auf einen Konvoi von Yeziden in der Region Sinjar im Nordwesten des Irak zur Kenntnis genommen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert internationale Vermittlung im Streit zwischen der irakischen Zentralregierung in Bagdad und Irakisch-Kurdistan um das Yezidengebiet Sinjar. Bild: International Rescue Commitee/Rachel Unkovic via Flickr CC BY 2.0
4. Jahrestag des Genozids an den Yeziden im Nordirak (3.8.2014)
Anlässlich des vierten Jahrestages des Völkermordverbrechens an den Yeziden im Nordirak (3. August 2014) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) internationale Vermittlung im Streit zwischen der irakischen Zentralregierung in Bagdad und Irakisch-Kurdistan um das Yezidengebiet Sinjar gefordert.