Der Iran ist ein Staat in Vorderasien, die Amtssprache ist Farsi. Ingesamt hat der Iran circa 75 Millionen Einwohner, Hauptstadt ist Teheran mit 16 Millionen Einwohnern. Die Bevölkerung besteht zu 50 Prozent aus Persern, daneben leben Aseris, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen, Kaschgai, Armenier, Assyrer, Georgier, Bachtiaren und Luren im Iran. 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 Prozent Schiiten und 10 Prozent Sunniten. Weitere vertretene Religionsgruppen sindChristen, Baha’i, Juden und Hindus.
Nach China ist der Iran das Land mit den meisten Hinrichtungen weltweit. 2009 starben mindestens 388 Menschen durch die Todesstrafe.
Religiöse Minderheiten im Iran
Zum 100. Todestag von Abdu’l-Bahás, einem der wichtigsten Würdenträger für die Religionsgemeinschaft der Bahá’í, hält die Unterdrückung religiöser Minderheiten in der Islamischen Republik Iran (IRI) an. Insbesondere Angehörige der Bahá’í und Konvertierte leiden darunter, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet.
Mit dem dringenden Appell, die Initiative des französischen Präsidenten Emmanuel Macron für den Libanon zu unterstützen, hat sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Jahrestag der verheerenden Explosion in Beirut an die deutsche Bundesregierung gewandt. „Der Libanon ist das Land im Nahen Osten, in dem noch verschiedene Religionsgemeinschaften wie sunnitische und schiitische Muslime, Christen, Drusen und andere Volksgruppen friedlich miteinander leben und an der Macht beteiligt sind. Wenn das so bleiben soll, müssen die demokratischen Staaten Europas dem Libanon jetzt umfassende wirtschaftliche, aber auch politische Hilfe anbieten“, forderte der GfbV-Nahostexperte Kamal Sido am Mittwoch in Göttingen. Hinzu käme, dass im Libanon Hunderttausende Geflüchtete aus Syrien Schutz gefunden hätten. Sollte sich in ihrem Zufluchtsland die politische und wirtschaftliche Lage durch Korruption und Vetternwirtschaft weiter verschlechtern, würden sich diese Menschen auf den Weg nach Deutschland und Westeuropa machen, warnte der Menschenrechtler.
Kritik am UN-Menschenrechtsrat:
• Diktaturen schützen sich gegenseitig vor Resolutionen
• UNHRC nur bei Resolutionen gegen Israel fleißig
• Seit Jahren keine einzige Resolution gegen die Türkei, nur vereinzelt gegen Nordkorea oder Belarus
Präsidentschaftswahlen im Iran (18.6.):
• GfbV fordert Ende der staatlichen Hetzkampagnen gegen Bahá’í und andere Minderheiten
• Kleinere Bevölkerungsgruppen brauchen sprachliche und kulturelle Rechte
• Keine Verbesserung der Lage der Menschen-, Frauen- und Minderheitenrechte unter dem aktuellen Präsidenten Hassan Rohani
Christliche Minderheiten im Irak:
• Verbleibende christliche Gläubige fühlen sich im Südirak nicht sicher
• Nur vier der ehemals fast 20 Kirchen halten noch Gottesdienste ab
• Wenig Hoffnung auf Verbesserung durch kommende Parlamentswahlen
10. Jahrestag des syrischen Aufstandes (4.3.):
• Westliche Syrien-Politik erfolglos – Umdenken notwendig
• Türkei und Verbündete inzwischen für die meisten Verbrechen verantwortlich
• Ethnische und religiöse Minderheiten besonders betroffen
Erneute Debatte um Abschiebungen in türkisch besetzte Regionen Syriens
Abschiebungen in türkisch besetzte Regionen Syriens:
• Erdogan würde für die Aufnahme weitere Hilfen verlangen
• Bekäme ein weiteres Druckmittel, um Deutschland und die EU zu erpressen
• Abgeschobene würden sich schnell bewaffneten Gruppen anschließen und die Lage weiter destabilisieren
Politische Reformen in Sinjar (Irak):
• Irakische Zentralregierung und Regionalregierung Kurdistans einigen sich im Grundsatz
• Yezidische Persönlichkeiten und Institutionen stellen Forderungen zur Umsetzung
• GfbV begrüßt die Einigung und unterstützt die Forderungen
Der Vielvölkerstaat Iran ist neben China und Italien derzeit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Besonders dramatisch sei die Lage in Iranisch-Kurdistan. Das berichtet Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). In den mehrheitlich kurdisch besiedelten Regionen im Westen und Nordwesten des Landes sei die medizinische Infrastruktur viel schlechter als im Rest des Landes.