Der Iran ist ein Staat in Vorderasien, die Amtssprache ist Farsi. Ingesamt hat der Iran circa 75 Millionen Einwohner, Hauptstadt ist Teheran mit 16 Millionen Einwohnern. Die Bevölkerung besteht zu 50 Prozent aus Persern, daneben leben Aseris, Kurden, Araber, Belutschen, Turkmenen, Kaschgai, Armenier, Assyrer, Georgier, Bachtiaren und Luren im Iran. 98 Prozent der Bevölkerung sind Muslime, davon 90 Prozent Schiiten und 10 Prozent Sunniten. Weitere vertretene Religionsgruppen sindChristen, Baha’i, Juden und Hindus.
Nach China ist der Iran das Land mit den meisten Hinrichtungen weltweit. 2009 starben mindestens 388 Menschen durch die Todesstrafe.
Covid-19 in Iranisch-Kurdistan
Der Vielvölkerstaat Iran ist neben China und Italien derzeit am stärksten von der Corona-Pandemie betroffen. Besonders dramatisch sei die Lage in Iranisch-Kurdistan. Das berichtet Dr. Kamal Sido, Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). In den mehrheitlich kurdisch besiedelten Regionen im Westen und Nordwesten des Landes sei die medizinische Infrastruktur viel schlechter als im Rest des Landes.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat wegen des Coronavirus vor einer humanitären Katastrophe in Afghanistan gewarnt. Allein in der letzten Woche seien 53.000 afghanische Geflüchtete überstürzt aus dem Iran in ihre Heimat zurückgekehrt, weil sie eine Ansteckung durch COVID-19 befürchteten, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Sonntag in Göttingen.
Wenn der sogenannte Islamische Staat wieder erstarkt, können viele tausend in Nordostsyrien festgesetzte Kämpfer nach ihrer Freilassung Terror in Europa verbreiten. Niemand erwarte ernsthaft, dass die Türkei die Kämpfer des IS für ihre Verbrechen strafrechtlich belangen werde, warnte die Menschenrechtsorganisation. Bild: Syrisches Flüchtlingslager Al Hol. GfbV/2019
Geplante türkische Militärintervention in Syrien
Terrorgefahr durch freikommende IS-Kämpfer:
• Wenn die Türkei angreift, können die SDF die Gefangenenlager nicht mehr sichern
• GfbV fordert Sondersitzung des Weltsicherheitsrates
• Internationale Initiative zum Umgang mit inhaftierten Terroristen und ihren Familien nötig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates, um die Türkei vor den dramatischen Folgen einer Militär-Intervention in Syrien zu warnen. „Eine Offensive der Türkei würde nicht nur Frieden und Stabilität in Syrien in weite Ferne rücken lassen, sie wäre auch eine ernste Gefahr für Europa“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.
Huthi im Jemen verfolgen die Bahai’i in ihrem Herrschaftsbereich systematisch – ähnlich wie der Iran, der wichtigste Bündnispartner der Huthis. Willkürliche Verhaftungen, entwürdigende Verhöre und Folter bestimmen den Lebensalltag dieser religiösen Minderheit. Bild: GfbV (2010)
Bahai’i im Jemen droht Hinrichtung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor der Hinrichtung von Hamed bin Haydara im Jemen. Ein Berufungsgericht der Huthi entscheidet heute über das Todesurteil gegen den Bahai’i, das aus religiösen Gründen ausgesprochen wurde. Weiteren 25 Mitgliedern dieser religiösen Minderheit droht im Jemen derzeit das gleiche Schicksal.
Nach dem Sturz der repressiven Schah-Monarchie und der Übernahme der Macht durch die schiitischen Mullahs 1979 hat sich die Menschenrechtslage im Iran nicht verbessert. Foto: Christopher Rose via flickr CC BY-NC 2.0
Iran: 40. Jahrestag der Islamischen Revolution
40 Jahre nach Beginn der Islamischen Revolution im Iran sieht die Realität für Opposition und Minderheiten in dem Land düster aus.
Die GfbV hat die EU-Außenbeauftragte Federica Mogherini gebeten, sich im Iran für die Freilassung der sieben inhaftierten Mitglieder des informellen Führungsgremiums der Religionsgemeinschaft der Bahá‘i einzusetzen. Foto: European External Action Service via Flickr
Iran: EU-Außenbeauftragte Mogherini soll sich für inhaftierte Bahai einsetzen
Kurz vor der Abreise von Federica Mogherini in den Iran hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die EU-Außenbeauftragte gebeten, sich dort für die Freilassung der sieben inhaftierten Mitglieder des informellen Führungsgremiums der Religionsgemeinschaft der Bahá‘i und des gewaltlosen iranischen Gefangenen Mohammad Ali Taheri einzusetzen.
Text: Scheich Murshid al Khaznawi (4. v. r.) im Jahr 2011 bei einer Hausveranstaltung der Gesellschaft für bedrohte Völker über Minderheiten im Islam Foto: Katja Wolff/GfbV
„Ich bin gegen die Entstehung von islamischen Staaten“
Im Gespräch mit dem Islamgelehrten und Scheich Murshid al Khaznawi
"Freiheit für alle politischen Gefangenen im Iran!“ Unter diesem Motto haben wir gemeinsam mit IGFM, Karamat e.V. und der IOPHRI im Juli 2015 für Glaubensfreiheit, die Freilassung aller politischen Gefangenen und Menschenrechte vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran in Frankfurt/Main demonstriert. Foto: GfbV
TERMIN: Mahnwache vor iranischem Generalkonsulat in Frankfurt/Main
Mahnwache am Mittwoch, den 17.05.2017, von 11 – 13 Uhr, vor dem Generalkonsulat der Islamischen Republik Iran , Raimundstraße 90 in 60320 Frankfurt am Main.
Mit Hilfe des Hashtags #ReleaseBahai7Now soll auf die weiterhin inhaftierten sieben ehemaligen Mitglieder der iranischen Baha’i-Führung aufmerksam gemacht werden.