Hoffnung für Flüchtlinge aus Afrika – Israel muss rechtsstaatliche Mindeststandards garantieren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des Obersten Gerichts Israels, das die langfristige Internierung von Flüchtlingen am Montag für verfassungswidrig erklärt hat, da so die Würde und Freiheit des Menschen verletzt werden. Das höchstrichterliche Urteil ist eine schallende Ohrfeige für die ausländerfeindliche Politik der israelischen Regierung.
Kritik an mangelnder Integration: Viele äthiopische Juden fühlen sich in Israel als Menschen zweiter Klasse
Zum Abschluss eines seit mehreren Jahrzehnten betriebenen Übersiedlungsprogramms jüdischer Falaschas aus Äthiopien nach Israel zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine kritische Bilanz und fordert eine bessere Integration der Neubürger in Israel. Für viele äthiopische Juden ist Israel heute nicht mehr das gelobte Land, da sie unter Rassismus, Verarmung und Diskriminierung leiden.
Syrien / Golanhöhen: Tscherkessen zwischen den Fronten des syrischen Bürgerkriegs
Im Schatten des Schusswechsels zwischen der syrischen und israelischen Armee auf den Golanhöhen geraten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die beiden tscherkessischen Dörfer Bir Adscham und Barek in der demilitarisierten Zone zwischen die Fronten des syrischen Bürgerkrieges.
Arabische Israelis machen derzeit ein Fünftel der Gesamtbevölkerung von 7,5 Millionen Menschen in Israel aus. Ungefähr 80 Prozent dieser Gruppe sind sunnitische Muslime, neun Prozent sind Christen und neun Prozent Drusen. In der Unabhängigkeitserklärung von 1948 verpflichtete sich der Staat Israel dazu, all seinen Einwohnern ungeachtet von Religion, Rasse und Geschlecht soziale und politische Gleichstellung wie auch Religions- und Gewissensfreiheit zu gewähren.
Vor dem Hintergrund des Streites im September 2011, ob Palästina als eigenständiges UN-Mitglied und unabhängiger Staat anerkannt werden soll, planten einige jüdische Siedler in den palästinensischen Gebieten, sich noch stärker zu bewaffnen.