Kanada / EU: CETA verletzt Rechte indigener Gemeinschaften
Kurz vor Beginn der Beratungen über die Durchsetzung des kanadisch-europäischen Freihandelsvertrags CETA (Comprehensive Economic and Free Trade Agreement) am kommenden Freitag in Brüssel macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass durch das geplante Abkommen Rechte indigener Gemeinschaften in Kanada verletzt werden.
Etwas mehr als 6,6 Millionen Menschen in Nordamerika sind Angehörige indigener Völker. Mittlerweile fordern sie immer lautstarker ihr Recht auf Selbstbestimmung ein.
Internationaler Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen (25.11.)
Der kanadische Premierminister Stephen Harper soll endlich eine nationale Untersuchungskommission einsetzen, um das wahre Ausmaß der Verbrechen an indigenen Frauen in seinem Land zu ermitteln. Dazu hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Premierminister anlässlich des Internationalen Tages zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen am 25. November aufgefordert.
9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker
Weltweit müssen indigene Völker einen hohen Preis für den unersättlichen Energiehunger in den Industrienationen zahlen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen anlässlich des Tages der indigenen Völker (9. August) aufmerksam. Damit bei uns das Licht nicht ausgeht, wird Ureinwohnerland im kanadischen Saskatchewan oder in Australien durch den Uranabbau radioaktiv verseucht, verschwindet das Land der Wayúu-Indianer in Kolumbien oder der Schoren in Sibirien in riesigen Tagebauminen der Steinkohleindustrie.
GfbV fordert konsequenten Einsatz Deutschlands für den Schutz der Zivilbevölkerung in Kriegen
Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März veröffentlicht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein Memorandum, in dem Schicksale von Frauen in Kriegen, auf der Flucht und in Nachkriegsgesellschaften dokumentiert werden. Weltweit erfahren sechs von zehn Frauen während ihres Lebens körperliche und sexuelle Gewalt.
Kanadische Regierung und Förderunternehmen müssen indianische Rechte respektieren!
Mit großer Sorge hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Gerichtsentscheidung zur Kenntnis genommen, die die Vorarbeiten für Gasförderung durch Fracking auf dem Land der Elsipogtog-Mi’kmaq First Nation in New Brunswick an der Ostküste Kanadas ermöglicht. Wir hoffen, dass es jetzt nicht erneut zu gewaltsamen Auseinandersetzungen zwischen Fracking-Gegnern und Polizei kommt, denn die Stimmung ist emotional sehr aufgeheizt.
„Idle No More“ – „Nicht länger tatenlos“ – diesen Namen haben Indigene Kanadas ihrer Basisbewegung gegeben, die sie im November 2012 gegründet haben. Sie wehren sich gegen die Verabschiedung von Gesetzen, die ihre angestammten Rechte endgültig außer Kraft setzen, und machen mit verschiedenen Aktionen auf den Ausverkauf von „Mutter Erde“ aufmerksam.
Konflikte rund um Wasser sind Thema eines 22-seitigen Memorandums, das die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des Weltwassertages am 22. März 2013 veröffentlicht hat.
Die internationale Menschenrechtsorganisation zeigt darin anhand von 16 Beispielen aus aller Welt, dass vielerorts Ureinwohnergemeinschaften durch massive Eingriffe in den natürlichen Lauf von Flüssen oder durch das Einleiten oder Einsickern von Giftstoffen in Fischgründe und Grundwasser gefährdet sind.