Verfassungsrechte der indigenen Völker Kanadas sind in Gefahr
Obwohl Kanada 2010 die UN-Deklaration der Rechte indigener Völker (UNDRIP) angenommen hat, sind die Verfassungs- und Vertragsrechte der First Nations ernsthaft in Gefahr, denn die vor kurzem verabschiedeten Gesetzespakete (Omnibus Laws) Bill C-38 und Bill C-45 verletzen ein Grundprinzip der UNDRIP, das Recht auf „Freie Vorherige Informierte Zustimmung“ (Free Prior Informed Consent / FPIC). Sie hatten einen Sturm der Entrüstung unter den First Nations in ganz Kanada zur Folge, der sich über die Staatsgrenze in die USA und sogar bis Europa ausbreitete.
Was unter dem Motto #idlenomore (‚Nicht länger untätig’) als Graswurzelbewegung der First Nations in Kanada begann, hat sich in kürzester Zeit über soziale Medien wie Facebook und Twitter zu einer global wirksamen Protestaktion entwickelt – und nicht nur Indigene zeigten sich weltweit solidarisch.
Über die Hintergründe der Idle No More-Bewegung spricht Yvonne Bangert, GfbV-Referentin für Indigene, mit Radio Corax.
Mit Demonstration und Tanz-Aktionen in Berlin gegen die Aufhebung der Rechte der kanadischen Indianer (13.1.13)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die geplante Demonstration der Graswurzel-Bewegung „Idle No More“ – „Nicht länger tatenlos“ am kommenden Sonntag in Berlin gegen die Aufhebung der Grundrechte der kanadischen Indianer und den Ausverkauf ihres Landes.
Ölförderung aus Teersanden gefährdet Lubicon Cree in Kanada – Umweltminister Röttgen soll Verschärfung der Öl-Importbedingungen in die EU zustimmen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) nimmt den internationalen Tag der Erde (22. April) zum Anlass, um auf die verheerenden Folgen des sogenannten Teersandens, der Gewinnung von Erdöl aus teerhaltigem Sand, für die Lubicon-Cree-Indianer in der kanadischen Provinz Alberta hinzuweisen.
Ureinwohner leiden unter Uranabbau für Deutschlands Kernkraftwerke
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an den Vorsitzenden der Ethikkommission für den Atomausstieg, Klaus Töpfer, appelliert, sich bei der Bundesregierung für eine Offenlegung der Herkunft des in Deutschland genutzten Urans einzusetzen. Die GfbV bat den ehemaligen Umweltminister Töpfer, sich dafür zu engagieren, dass Energiekonzerne rechtlich verbindlich verpflichtet werden, die Herkunft des Urans nachzuweisen.
Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom – RWE muss für Schutz vor Radioaktivität in Uran-Abbaugebieten sorgen!
Mit einer Mahnwache vor der RWE-Hauptversammlung in Essen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch schwere Vorwürfe gegen den Energieversorger erhoben: „Ureinwohner leiden für „unseren“ Atomstrom!“, kritisierte die Menschenrechtsorganisation auf Schildern und forderte Schutzmaßnahmen nach deutschem Standard für Bergleute und Anwohner in der Nähe von Uran-Minen oder -Tagebau.
GfbV fordert Herkunftsnachweis für Uran für deutsche AKW: Uranabbau verseucht Ureinwohner-Gebiete!
Am Vortag der Anti-Atom-Menschenkette von Neckarwestheim nach Stuttgart erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) daran, dass bereits ganz am Anfang des Urankreislaufs Menschen hohen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt sind. Die Uranminen befinden sich meist im Gebiet von Ureinwohnergemeinschaften wie bei den Adivasi in Indien, den Tuareg in Niger, den Aborigines in Australien oder den Lubicon-Cree-Indianern in Kanada.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.