70 Jahre Volksrepublik China - Kein Grund zum Feiern: Nicht für die 1,5 Millionen Uiguren, Kasachen und Kirgisen in Umerziehungslagern in Xinjiang, nicht für die tausenden buddhistischen Geistlichen, deren Klöster in Tibet zerstört werden und die immer wieder verschleppt wurden, nicht für die Millionen Christen, die ihren Glauben im Untergrund ausleben müssen und deren Kirchen regelmäßig abgerissen werden.
70 Jahre Volksrepublik China
Das Regime der KP hat in 70 Jahren viele Millionen Opfer gefordert; Demokratische Rechtsstaaten müssen verhindern, dass das chinesische Unterdrückungsmodell exportiert wird – „Wer chinesische Überwachungstechnik kauft, finanziert Verbrechen gegen die Menschlichkeit“
Chinas langer Arm in Kasachstan macht der Zivilgesellschaft das Leben zur Hölle. Mit massiven Einschüchterungen werden kasachische Menschenrechtler ins Exil getrieben. Denn unter solchen Bedingungen kann niemand frei arbeiten. Bild: GfbV-Aktion im Juli 2018
Prozess gegen kasachischen Menschenrechtler
Prozess gegen kasachischen China-Kritiker Serikzhan Bilash
• Gestern begann der Prozess gegen den Gründer der Menschenrechtsorganisation Atajurt
• Für seine Kritik an den Umerziehungslagern in Xinjiang drohen ihm bis zu sieben Jahre Haft
• Die GfbV fordert seine sofortige Freilassung
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat heute gemeinsam mit dem Unabhängigen Chinesischen PEN-Zentrum und der Föderation für ein demokratisches China vor der chinesischen Botschaft in Berlin an die Opfer des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking vor 30 Jahren erinnert. Bei der blutigen Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung wurden am 4. Juni 1989 hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Foto: GfbV
30 Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens
Bei der blutigen Niederschlagung von Protesten der Demokratiebewegung in China wurden am 4. Juni 1989 hunderte, vielleicht tausende Menschen getötet. Die Regierung in Peking versucht bis heute, die Erinnerung an das Massaker zu unterbinden. Alle Medien stehen unter staatlicher Kontrolle. Auch das Internet und die sozialen Medien werden flächendeckend zensiert. Junge Menschen in China wissen daher oft nichts von dem Verbrechen. Auch über die massiven Menschenrechtsverletzungen in Xinjiang oder Tibet erfahren sie nichts.
Headerbild: Daniel Zimmermann via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
China: Volkswagen verletzt eigene Prinzipien und verspielt Glaubwürdigkeit
Die Volkswagen AG macht sich unglaubwürdig: Gestern erklärte ihr Vorstandsvorsitzender Herbert Diess gegenüber der BBC, nichts von den berüchtigten Umerziehungslagern in China zu wissen, über die seit Sommer 2018 alle deutschen und internationalen Medien berichten. Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Weltkongress der Uiguren erinnern die Volkswagenführung an ihren eigenen Code of Conduct, den Diess neben anderen VW-Managern unterzeichnet hat. Darin sind der Respekt vor den Menschenrechten und die Unterstützung ihrer Beachtung explizit festgeschrieben.
Nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Staatspräsidenten Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein konsequentes Engagement der neuen Staatsführung für verfolgte Kasachen im Nachbarland China gefordert. Foto: Schedler/GfbV (2018)
Staatspräsident Kasachstans tritt zurück – Menschenrechtler fordern Engagement für verfolgte Kasachen
Nach dem überraschenden Rücktritt des langjährigen Staatspräsidenten Kasachstans, Nursultan Nasarbajew, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein konsequentes Engagement der neuen Staatsführung für verfolgte Kasachen im Nachbarland China gefordert.
Ein Gericht in Astana entscheidet heute in einer Anhörung, ob Vorwürfe pro-chinesischer Kreise gegen einen führenden kasachischen Menschenrechtler aufrechterhalten werden. Bild: BBC Worlnews, Flickr BB CY 2.0.
China-kritische Menschenrechtler in Kasachstan unter Druck
Ein Gericht in Astana entscheidet heute über die Aufrechterhaltung der Vorwürfe pro-chinesischer Kreise gegen Serikzhan Bilash, den Gründer der Menschenrechtsorganisation Atajurt. Er wurde am 9. März 2019 festgenommen, weil seine Kritik an Chinas Umerziehungslagern in Xinjiang die Freundschaft mit China beeinträchtige. Nach internationalen Protesten wurde er am 11. März 2019 aus der Haft entlassen und unter Hausarrest gestellt. Bei einer Verurteilung drohen ihm bis zu zehn Jahre Haft. „Chinas langer Arm darf nicht die Kronzeugen der Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Xinjiang zum Schweigen bringen“, fordert Ulrich Delius, Direktor der Gesellschaft für bedrohte Völker.
Omer Bekali (stehend) war acht Monate in einem chinesischen Umerziehungslager in der Provinz Xinjiang (Ostturkestan) interniert. Von den Vorgängen in den Lagern und dem enormen Druck, der auf Häftlinge ausgeübt wird, berichtete er am heutigen Montag auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und des Weltkongresses der Uiguren (WUC) in Berlin. Vertreter beider Organisationen fordern eine unabhängige Untersuchung der Lager durch die internationale Gemeinschaft. Foto: Meyer/GfbV (2019)
Nach Bericht eines ehemaligen Lagerhäftlings:
Auf einer gemeinsamen Pressekonferenz der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und des Weltkongresses der Uiguren (WUC) am heutigen Montag in Berlin berichtet ein ehemaliger Häftling von den Vorgängen in einem chinesischen Umerziehungslager in der Provinz Xinjiang (Ostturkestan). Vertreter der beiden Organisationen und Margarete Bause, Sprecherin für Menschenrechte und humanitäre Hilfe der Grünen Bundestagsfraktion, fordern eine unabhängige Untersuchung der Lager durch die internationale Gemeinschaft.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die sofortige Freilassung eines Samstagabend in Kasachstan verhafteten prominenten Menschenrechtlers gefordert, der sich für verfolgte Muslime im Nachbarland China einsetzt. Der Leiter der Menschenrechtsorganisation Atajurt, Serikzhan Bilashuly, ist am Samstag in Almaty unter dem Verdacht festgenommen worden, Hass zwischen Nationalitäten zu schüren. Foto: Schedler/GfbV (2018)
Chinas Umerziehungslager schüren Menschenrechtsverletzungen auch in Kasachstan
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die sofortige Freilassung eines Samstagabend in Kasachstan verhafteten prominenten Menschenrechtlers gefordert, der sich für verfolgte Muslime im Nachbarland China einsetzt. Der Leiter der Menschenrechtsorganisation Atajurt, Serikzhan Bilashuly, ist am Samstag in Almaty unter dem Verdacht festgenommen worden, Hass zwischen Nationalitäten zu schüren.
Vor der Eröffnung des Nationalen Volkskongresses in China zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker eine erschütternde Bilanz der neuen Machtfülle des Staatspräsidenten Xi Jinping. Seit der Kongress Xis Amtszeit vor einem Jahr für unbegrenzt erklärte, hätten Menschenrechtsverletzungen in China massiv zugenommen. Foto: Schedler/GfbV (2018)
China: Jahrestagung des Nationalen Volkskongresses in Peking
Vor der Eröffnung des Nationalen Volkskongresses in China zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker eine erschütternde Bilanz der neuen Machtfülle des Staatspräsidenten Xi Jinping. Seit der Kongress Xis Amtszeit vor einem Jahr für unbegrenzt erklärte, hätten Menschenrechtsverletzungen in China massiv zugenommen.