Somalia: Schutz und humanitäre Versorgung der hungernden Zivilbevölkerung müssen Vorrang haben!
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag gegen Kenia erhoben. Mit ihrer Militäroffensive gegen die radikal-islamische Al Shabaab-Milizen gefährdet die kenianische Regierung die Nothilfe für mehr als drei Millionen Hungernde im Süden und Zentrum Somalias.
Katastrophenhilfe muss dringend aufgestockt werden – Nomaden brauchen mehr Hilfe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat besondere Hilfen für von der Dürre bedrohte Nomaden in Kenia, Uganda und Somalia gefordert. Deutschland muss seine Katastrophenhilfe für Ostafrika aufstocken und dabei besonders die dramatische Lage der Nomaden berücksichtigen.
Somalia-Flüchtlinge an Grenze abgewiesen – Kenia muss Hungernden Schutz gewähren!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die kenianische Regierung am Mittwoch dringend dazu aufgefordert, allen Kriegs- und Hungerflüchtlingen aus Somalia Schutz zu gewähren. Mehrere tausend Somalis waren in den vergangenen Tagen von kenianischen Grenzsoldaten zurückgewiesen worden, als sie versuchten, das Flüchtlingslager Dadaab zu erreichen.
„Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner“
Die GfbV hat den Internationalen Tag der indigenen Völker (9. August) zum Anlass genommen, ein Hintergrundpapier mit zahlreichen Einzelfällen zum Thema „Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner“ zu erstellen. Oft wird diese bedingungslose Nutzung der Wasserkraft auch noch als beispielhafte Nutzung erneuerbarer Energie gepriesen, obwohl sie massiv Menschenrechte verletzt.
Staudammprojekte für Wasserkraft bedrohen zehntausende Ureinwohner weltweit
Für die Nutzung von Wasserkraft droht mehreren zehntausend Ureinwohnern in Asien, Afrika und Südamerika die zwangsweise Umsiedlung und Entwurzelung. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weist anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) darauf hin, dass Jäger und Sammler, Hirten, Fischer und Kleinbauern durch die Errichtung von Staudämmen und die anschließende Überflutung ihres Landes die Existenzgrundlage verlieren und mit großer Wahrscheinlichkeit ins Elend getrieben werden.
Nomaden in der Wüste, Foto: 10 Ninjas Steve/flickr
Wer Hungerkatastrophen verhindern will, muss Nomaden stärker berücksichtigen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert ein Umdenken in der Katastrophenhilfe. Um verheerende Hungersnöte zu verhindern, müssten Warnsignale traditioneller Gesellschaften wie der Nomaden in Ostafrika endlich beachtet werden. Das Verteilen von Nahrung kann nur ein allerletztes Hilfsmittel sein, um Menschenleben zu retten.
Hilfe kommt für zehntausende Nomaden zu spät – drohender Hungertod von Menschenhand mitverursacht
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft den Regierungen Ostafrikas und der internationalen Gemeinschaft vor, für die Hungersnot am Horn von Afrika mitverantwortlich zu sein. Nicht nur die anhaltende Dürre, sondern auch mangelndes Interesse an der Lage der Nomaden, eine verfehlte Agrarpolitik, Bürgerkriege und nicht zuletzt fehlendes schnelles Engagement der reichen Industrieländer haben dazu geführt, dass nun mehrere zehntausend Nomaden vom Hungertod bedroht sind.
Hungerkatastrophe in Kenia bedroht die Existenz der Nomadenvölker
Die Hungerkatastrophe im Norden Kenias spitzt sich immer mehr zu. „Drei Millionen Nomaden sind akut in ihrer Existenz bedroht“, warnt Ulrich Delius, Afrikareferent der GfbV, im Interview mit domradio.de. In manchen Gebieten sei das Überleben von bis zu 80 Prozent der Bevölkerung gefährdet.
Savanne in Kenia, Bild: sebastian.bolenius, flickr
Drei Millionen Nomaden leiden unter Hungerkatastrophe – Dürre schürt Konflikte
Die Hungerkatastrophe im Norden Kenias spitzt sich nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) immer mehr zu. „Drei Millionen Nomaden sind akut in ihrer Existenz bedroht“, warnte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Donnerstag in Göttingen. In manchen Gebieten ist das Überleben von bis zu 80 Prozent der Bevölkerung gefährdet.