400.000 Flüchtlinge brauchen dringend Hilfe – Humanitäre und menschenrechtliche Katastrophe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat zum Ende des Jahres 2014 mehr Hilfe für die Opfer des Bürgerkriegs in Libyen gefordert. „Libyen versinkt im Chaos, die Lage der Zivilbevölkerung hat sich dramatisch verschlechtert, doch die Welt schaut weg“, sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag in Göttingen. Trotz eines dringenden Hilferufs von UN-Organisationen im September 2014 wurden bislang nur zehn Prozent der für die Versorgung der 400.000 Flüchtlinge erforderlichen 35 Millionen US-Dollar zu Verfügung gestellt.
Papst Franziskus soll im Nahen Osten neue Impulse für Frieden geben
Vom 24. bis 26. Mai 2014 wird Papst Franziskus Jordanien, die Palästinensergebiete und Israel bereisen. Nach seinen beiden Vorgängern Johannes Paul II. (2000) und Benedikt XVI (2009) wird er das dritte Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche sein, das den Nahen Osten seit der Jahrtausendwende besucht. Vor Reiseantritt des Papstes informiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mit einem 19-seitigen Memorandum über die dramatische Lage der christlichen Gemeinschaften im Nahen Osten.
Europäische Union versagt bei Stabilisierung Libyens – Drei Jahre Libyen-Intervention (19.3.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union Versagen beim Aufbau eines demokratischen Staatswesens in Libyen nach dem Sturz Diktator Gaddafis vorgeworfen. Wenige Tage vor dem dritten Jahrestag des Beginns der Libyen-Intervention versinkt das nordafrikanische Land immer mehr in Gewalt und Anarchie.
Sieben ägyptische Kopten in Libyen ermordet – Christen in Libyen müssen besser geschützt werden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat einen besseren Schutz von koptischen Christen aus Ägypten in Libyen gefordert. Kopten dürfen in Libyen nicht länger wie Freiwild behandelt werden.
In Libyen eskalieren interethnische Kämpfe – Flüchtlingsfrage ungelöst
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert das Desinteresse der Europäischen Union an der eskalierenden Gewalt und Rechtlosigkeit in Libyen. „Fast drei Jahre nach dem Beginn der Militärintervention zahlreicher europäischer Staaten gegen das Gaddafi-Regime versinkt Libyen in immer mehr Gewalt. Doch Europa schaut weg
Antiterror-Kampf und Europas Flüchtlingsabwehr schüren neue Probleme in der Sahara
Mit scharfer Kritik hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die Ankündigung des libyschen Verteidigungsministers Abdullah Al-Thinni reagiert, die Südgrenze Libyens werde vom Jahresende 2014 an satellitengestützt überwacht. Eine systematische Abriegelung der Grenzen Libyens durch satellitengestützte Überwachungssysteme wird katastrophale Folgen für die traditionellen Bewohner der Sahara haben.
Berber sperren Erdgas-Pipeline nach Italien – Krise in Libyen spitzt sich zu
Zwei Jahre nach dem Sturz von Diktator Muammar al Gaddafi spitzt sich die Regierungskrise in Libyen immer mehr zu, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Nachdem es in der Nacht zum Freitag in der Hauptstadt schwere Kämpfe zwischen verfeindeten Milizen gegeben hat, sperrten demonstrierende Berber am Montag die Erdgas-Pipeline nach Italien.
Berber haben an diesem Wochenende einen bedeutenden Öl-Verladehafen im Westen Libyens besetzt. Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wollen sie so gegen die massive Ausgrenzung ethnischer und rassischer Minderheiten aus der arabisch geprägten Mehrheitsgesellschaft protestieren.