Für UN-Blauhelmsoldaten ist es nirgendwo auf der Welt gefährlicher als in Mali. So wurden 21 bewaffnete Angehörige der Friedensmission MINUSMA im Jahr 2017 getötet und sieben zivile Angestellte der Vereinten Nationen kamen gewaltsam zu Tode. Foto: United Nations Photo via Flickr
Mali: Kein Ende des Bundeswehreinsatzes in Sicht
Die Gewalt islamistischer Extremisten in Mali nimmt weiter massiv zu. So starben seit Jahresanfang 2018 mindestens 78 Menschen bei Terroranschlägen im Norden und im Zentrum des nordwestafrikanischen Landes, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen.
Vor allem Tuareg und Peulh leiden unter der zunehmenden Gewalt im Zentrum und Norden Malis. Foto: Leslie Lewis via Flickr
Merkel beim G5-Sahel-Gipfel gegen Terrorismus in der Sahara (13.12.)
Beim Kampf gegen Terrorismus in der Sahara dürfen Menschenrechte und Rechtsstaatlichkeit nicht vernachlässigt werden, mahnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des G5-Sahel-Gipfels am heutigen Mittwoch in La Celle-Saint-Cloud bei Paris.
Die verarmten Peulh und Tuareg im Zentrum und im Norden Malis brauchen mehr Hilfe und das Land eine bessere Regierungsführung, um den Einfluss radikaler Islamisten einzudämmen. Foto: Ferdinand Reus via Flickr
Europäische Union fördert Antiterror-Kampf in der Sahara
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union (EU) vorgeworfen, mit ihrer Förderung einer internationalen Antiterror-Streitmacht in der Sahara die Ursachen des sich ausweitenden Terrorismus in der Sahel-Region zu ignorieren.
Erst am Mittwochabend wurde in der Stadt Kidal eine Patrouille der UN-Blauhelme beschossen. Foto: United Nations Photo via Flickr
Mali: Unverheiratetes Paar zu Tode gesteinigt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor dem wachsenden Einfluss radikaler Islamisten in Mali. „In der Mitte und im Norden des westafrikanischen Landes schüchtern extremistische Terrorgruppen die Zivilbevölkerung massiv ein und bedrängen die Armee und UN-Friedenstruppen immer stärker.
Kidal in Mali wird im Zuge der MINUSMA Mission von UN-Soldaten patroulliert, Foto: UN Photos/Sylvain Liechti
Mali: 411 Opfer islamistischer Terrorangriffe seit Januar 2016
Nach dem verheerenden Selbstmordanschlag in Mali mit mindestens 60 Toten und 115 Verletzten ist laut Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Zahl der Opfer islamistischen Terrors auf 411 seit Januar 2016 gestiegen.
Hervé Ladsous, der französische Kommandeur der MINUSMA Mission, Foto: UN Photo/Manuel Elias
Mali: Kritik an Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat angesichts einer sich stetig verschlechternden Sicherheitslage im Norden und Zentrum Malis die heute von der Bundesregierung beschlossene Ausweitung des Bundeswehr-Einsatzes in dem afrikanischen Staat kritisiert.
Zehntausende fliehen vor Gewalt und Repression aus dem Horn von Afrika.Wir warnen: „Wer Menschenrechtsverletzungen ignoriert oder kleinredet, darf sich nicht wundern, wenn immer mehr Flüchtlinge aus dem Horn von Afrika in Europa Schutz suchen!" Foto: EU/ECHO/Malini Morzaria via flickr
EU berät in Brüssel über Migration und Flucht aus Afrika (15.12.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Europäischen Union (EU) vorgeworfen, in ihren Partnerschaftsabkommen mit afrikanischen Staaten Menschenrechte und Fluchtursachen zu ignorieren.
Die Bundesregierung muss endlich ein schlüssiges Gesamtkonzept für ihr politisches und militärisches Engagement in Mali vorlegen. Foto: UN Photo/Marco Dormino
Terroristen überfallen Militärcamp und töten drei UN-Soldaten
Nach neuer Gewalt in Mali hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Transparenz und eine offene Diskussion des Bundeswehr-Einsatzes in dem afrikanischen Staat gefordert.
„Déby lässt willkürlich Regimegegner verhaften und muss sich vorwerfen lassen, nach Belieben Konflikte auf dem Kontinent anzuheizen, um sich danach als „Feuerlöscher“ anzubieten.“ Foto: Amanda Voisard/UN Photo, Idriss Déby Staatspräsident des Tschad
Tschad: Deutsche Afrikapolitik darf eigene Grundsätze nicht verraten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) wirft der deutschen Bundesregierung vor, bei ihrer Afrikapolitik ihre eigenen Grundsätze zu verraten. „In den Afrika-politischen Leitlinien der Bundesregierung heißt es, gute Regierungsführung und Demokratisierung sollten gefördert werden. Doch es wird mit Autokraten und Diktatoren paktiert“, sagte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.