Mehr als 500.000 Flüchtlinge aus dem Norden von Mali können noch immer nicht zurückkehren
Neun Monate nach dem Beginn der französischen Militärintervention in Mali warten noch immer 510.000 Flüchtlinge auf mehr Sicherheit, um in ihre Heimatorte im Norden des Landes zurückkehren zu können. Auf das Schicksal dieser vergessenen Kriegsflüchtlinge machte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag aufmerksam. Noch ist nicht absehbar, wann Nord-Mali vor neuen Angriffen islamistischer Extremisten so sicher ist, dass für Rückkehrer dort keine Gefahr mehr besteht.
23 Tote bei ethnischen Auseinandersetzungen im Süden Algeriens
Mindestens 23 Tote innerhalb einer Woche haben blutige ethnische Auseinandersetzungen zwischen Tuareg und Arabern in Süd-Algerien gefordert, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Wir sind sehr besorgt über die anhaltende Gewalt.
Bürgerkriegsflüchtlinge brauchen dringend mehr Hilfe – Nur 28 Prozent des Bedarfs durch Zusagen gedeckt
Dringend muss Europa die humanitäre Hilfe für die mehr als 440.000 Bürgerkriegsflüchtlinge in Mali verstärken, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Die Menschenrechtsorganisation erinnerte am Dienstag daran, dass nach UN-Angaben bisher erst Zusagen für 28 Prozent der benötigten 315 Millionen Euro gemacht wurden.
Keine Aufbau-Hilfe ohne Menschenrechte und eine politische Lösung der Tuareg-Frage
Europa soll den Wiederaufbau in Mali nach dem Krieg gegen radikale Islamisten nur finanziell fördern, wenn das Land die Menschenrechte beachtet und sich glaubwürdig um eine politische Lösung der Tuareg-Frage bemüht.
„Schwarzer Tag für Menschenrechte“: Marokko wehrt Erweiterung des Mandats für Friedenstruppe in der Westsahara ab
Als schweren Rückschlag für die Menschenrechte in der Westsahara hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Scheitern der Bemühungen um eine Erweiterung des Mandats für die UN-Friedenstruppe MINURSO bezeichnet.
Malis Justiz braucht mehr internationale Unterstützung
Um ein neues Guantanamo-Desaster in der Sahara zu verhindern, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr internationale Hilfe für Malis Richter und Gerichte. Nur so könnten faire Gerichtsverfahren für inhaftierte Terror-Verdächtige und für Soldaten, die Menschenrechte verletzten, garantiert werden.
Europas Initiative greift zu kurz: Mali braucht eine umfassende Armeereform – Kriegsverbrechen müssen aufgeklärt werden
Scharfe Kritik an der heute beginnenden EU-Ausbildungsinitiative für Malis Armee kommt von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen. Wer Malis Armee ausbildet, ohne sie umfassend umzustrukturieren, wird scheitern.
Bundesregierung soll sich für Freilassung von verhaftetem malischen Journalisten einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Außenminister Guido Westerwelle gebeten, sich für die Freilassung eines in Mali inhaftierten malischen Journalisten und für Pressefreiheit einzusetzen. Malis Demokratie wird nicht nur von Islamisten bedroht, sondern auch von der eigenen Regierung.
Kritik an EU-Ausbildungsmission: Ohne eine Armeereform wird die europäische Initiative wirkungslos bleiben
Die geplante EU-Ausbildungsmission für Malis Armee ist weder Ziel führend noch nachhaltig oder effizient. Diese Kritik äußerte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Göttingen.