Europas Ausbildungsmission für Malis Militär steht vor großen Herausforderungen
Der Rückzug radikaler Islamisten aus mehreren größeren Städten im Norden Malis wird ihre Verfolgung weiter erschweren, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Denn die Aufständischen verfügen über ausgezeichnete Ortskenntnisse in dem oft unwegsamen Gelände und dürften mit Luftangriffen kaum wirksam zu bekämpfen sein.
Wüstenkrieg dient auch Sicherung von Frankreichs Energieversorgung – Uranvorkommen in Niger in Gefahr
Frankreichs Militärintervention in Mali dient nicht nur der Terrorismus-Bekämpfung, sondern auch der Sicherung seiner eigenen Energieversorgung mit preiswertem Uran aus Malis Nachbarland Niger. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen, nachdem der französische Staatspräsident Francois Hollande am Samstagabend betont hatte, sein Land interveniere nicht aus eigennützigen Interessen in Mali.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Vorlage eines realistischen Planes für die langfristige Stabilisierung Nord-Malis angemahnt. „Frankreichs militärische Intervention mag notwendig gewesen sein, um ein weiteres Vordringen radikal-islamischer Bewegungen zu verhindern.
Malis Armee braucht mehr als nur europäische Ausbilder, um Zivilbevölkerung zu schützen
„Als katastrophal und deprimierend“ hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Versagen der Armee Malis beim Schutz der Zivilbevölkerung vor der Gewalt radikal-islamischer Terrorgruppen bezeichnet.
Das Video-Portal Youtube muss das Video einer Hand-Amputation durch radikale Islamisten Anfang Januar im Norden Malis umgehend löschen. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen am Mittwoch gefordert.
Mehr Fragen als Antworten zu Europas Ausbildungsmission für Malis Armee
Nach der Verhaftung und dem Rücktritt von Regierungschef Sheik Modibo Diarra muss die geplante Ausbildungsmission Europas für die Armee Malis sofort auf Eis gelegt werden, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Deutschlands strategische Partner sind Feinde der Menschenrechte – Saudi-Arabiens Wahhabiten säen Terror
Die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel von Montagabend in den ARD-Tagesthemen, ein Verkauf deutscher Panzer an Saudi-Arabien sei durch die strategische Partnerschaft mit diesem Land und seiner Bedeutung für Stabilität am Persischen Golf gerechtfertigt, ist bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen auf scharfe Kritik gestoßen.
Ausbildungsmission ohne Reform der Armee ist „kurzsichtige Maßnahme“ – Nur politischer Dialog bringt dauerhaften Frieden – Flüchtlinge warten auf mehr Hilfe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) kritisiert die geplante europäische Mission zur Ausbildung von Soldaten in Mali als „kurzsichtige Maßnahme“. Ohne eine Reform des gesamten Sicherheitssektors in Mali und ohne eine klare politische Linie einer allseits anerkannten Regierung wird die Ausbildungsmission scheitern.
„Lage in Nord-Mali ist für humanitäre Helfer viel zu gefährlich“ – Gesellschaft für bedrohte Völker warnt vor neuen Entführungen von Europäern
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor Entführungen von humanitären Helfern aus Europa im Norden Malis. Wenn Hilfsorganisationen das Angebot der radikal-islamischen Ansar-Dine-Bewegung aufgreifen und Mitarbeiter nach Nord-Mali entsenden, ist deren Sicherheit nicht zu gewährleisten.