Kriminalisierung von Biafra-Aktivisten stoppen – Aufarbeitung des Völkermordes überfällig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die sofortige Freilassung von 101 Biafra-Aktivisten, die am Montag in Nigeria verhaftet worden sind. Statt diese Aktivisten zu kriminalisieren und als „Terroristen“ zu behandeln, sollte Nigeria endlich den Völkermord in Biafra 1967 bis 1970 enttabuisieren und aufarbeiten.
Keine deutsche Ausbildungshilfe ohne Menschenrechte
Deutschland darf Ausbildungshilfe für ausländische Armeen nur leisten, wenn deren Soldaten auch die Menschenrechte beachten. Das hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag gefordert. „Wenn Armeen wie in Nigeria und Mali Ausbildungshilfe versprochen wird, muss sich die Bundesregierung vorwerfen lassen, Menschenrechtsverletzungen und Gewalt im Antiterror-Kampf zu schüren, denn die beiden Staaten lassen weder systematische Übergriffe ihrer Soldaten auf die Zivilbevölkerung untersuchen noch werden die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen.
Christen in Nordnigeria kündigen neue Massenflucht an
Nach den Terroranschlägen am letzten Freitag in Nordnigeria kündigen christliche Ibo die Flucht von drei Millionen Angehörigen ihrer Bevölkerungsgruppe aus dem Bundesstaat Kano an. Der Vorsitzende der Ibo-Organisation „Ohanaeze Ndigbo“ in dem Bundesstaat, Michael Idika, appellierte nun an die Behörden, Fahrzeuge zur Verfügung zu stellen, um die in der Region lebenden Ibo in den Südosten Nigerias zu evakuieren.
Nigeria: 27 Tote durch religiös motivierte Gewalt seit Montag
Mindestens 27 Menschen sind seit Montag in Nigeria bei religiös motivierten Gewaltverbrechen getötet worden, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Mittwoch in Göttingen. Damit erhöht sich die Zahl der Opfer von Überfällen mutmaßlicher Boko-Haram-Anhänger und anderer religiös motivierter Bluttaten seit Weihnachten 2011 auf mindestens 107 Menschen.
Nigerias bekannteste Schriftsteller warnen vor Buschfeuer der Gewalt
Die Gewalt gegen Christen in Nigeria hält nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) weiter an. Sicherheitsbeamte konnten am frühen Sonntagmorgen zwar einen mutmaßlichen Anschlag gegen die mit 30.000 Gläubigen voll besetzte Kirche „Living Faith Church“ im zentralnigerianischen Barnawa (Bundesstaat Kaduna) verhindern.
Gewaltspirale schürt Misstrauen zwischen Christen und Muslimen – Nigeria droht Zerreißprobe
Die Gewaltspirale in Nigeria schürt das Misstrauen zwischen Christen und Muslimen in dem westafrikanischen Staat, erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen. Den nigerianischen Sicherheitskräften warf die Menschenrechtsorganisation vor, mit dem Schutz religiöser Minderheiten vollkommen überfordert zu sein und nicht die Sicherheit der Bürger des Staates garantieren zu können.
Nach Anschlägen auf christliche Gläubige Massenflucht von Christen und Muslimen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer drohenden Zweiteilung Nigerias aufgrund religiöser Unruhen. Zehntausende Christen und Muslime sind seit den Terroranschlägen an Weihnachten in Nigeria auf der Flucht.
Die von der Bundeskanzlerin auf ihrer Afrikareise in der kommenden Woche angestrebte Energiepartnerschaft mit Angola und Nigeria ist fragwürdig, weil sie deutsches Engagement für Menschenrechte unglaubwürdig macht. Offensichtlich hat Deutschland nichts aus dem Sturz der Diktatoren in Nordafrika gelernt.
Während der Völkermord in Darfur täglich weitergeht, ohne dass die internationale Gemeinschaft wirklich interveniert, erinnert Tilman Zülch für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Vernichtung von zwei Millionen Ibos in Biafra, die am 06. Juli 1967 begann.