Mehr Entwicklung und weniger Korruption sind Schlüssel für langfristigen Erfolg gegen Boko Haram
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat mehr Entwicklungsanstrengungen der Staaten West- und Zentralafrikas in den verarmten Regionen im Norden Nigerias und Kameruns gefordert, um langfristig den Einfluss der radikal islamistischen Boko-Haram-Sekte einzudämmen. Auch muss die notorische Korruption engagierter bekämpft werden, damit die für diese lange vernachlässigten Gebiete bestimmten Hilfen auch tatsächlich der dort lebenden Zivilbevölkerung zu gute kommen.
Wahlverschiebung in Nigeria wird viele Menschenleben kosten
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Verschiebung der Präsidentschafts-, Parlaments- und Gouverneurswahlen in Nigeria kritisiert. Die Wahlverschiebung wird viele Menschenleben kosten, da Boko Haram die sechs zusätzlichen Wochen der Wahlkampagne nutzen wird, um mit neuer Gewalt die Zivilbevölkerung zu terrorisieren und die Aufmerksamkeit auf sich zu konzentrieren.
Zivilbevölkerung in Nord-Nigeria muss besser geschützt werden – 3 Millionen-Stadt droht Katastrophe
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat einen besseren Schutz der Zivilbevölkerung und der Flüchtlinge im Norden Nigerias gefordert. Der militärische Siegeszug der islamistischen Boko-Haram-Rebellen könnte in einer Katastrophe für die Zivilbevölkerung enden, wenn die 3-Millionen Stadt Maiduguri in die Hände der Aufständischen fällt. Maiduguri droht zu Nigerias Kobane zu werden.
Demokratie und Menschenrechte drohen zu Verlierern im Kampf gegen extremistische Islamisten zu werden
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat das Bündnis gegen Boko Haram in Westafrika als „Koalition der Ewiggestrigen“ bezeichnet, in dem Diktatoren das Sagen haben. Für die Demokratisierung Westafrikas und die Menschenrechte droht diese Koalition zu einem Desaster zu werden.
Nigeria braucht mehr Hilfe gegen Boko Haram – Schuldzuweisungen an Europa lenken von eigenem Versagen ab
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert mehr internationale Hilfe für den Kampf gegen die Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria und Kamerun. Die internationale Gemeinschaft muss endlich aufwachen und erkennen, dass Boko Haram brandgefährlich ist, statt den beschönigenden Erklärungen nigerianischer Politiker zu vertrauen.
Boko Harams Krieg gegen Kinder ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Terrorgruppe Boko Haram in Nigeria vorgeworfen, mit ihrer gezielten Gewalt gegen Kinder und Jugendliche ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen. Rund 70 Prozent der 877 Zivilisten, die seit Januar 2014 von der islamistischen Sekte entführt wurden, sind Minder- jährige. Auch die meisten Selbstmordattentäterinnen, die die Terrorgruppe seit Sommer 2014 verstärkt einsetzt, sind 15 bis 17 Jahre alte Mädchen.
Pyrrhus-Sieg für indigene Völker: Umweltzerstörung wird durch Shell-Rückzug nicht gestoppt – Nigerias Regierung bleibt untätig
Die Ankündigung des Shell-Konzerns, 15.600 indigene Fischer in Nigeria wegen der Öl-Verseuchung ihrer Gewässer Entschädigung zahlen zu wollen, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) als „Pyrrhus-Sieg“ bezeichnet. „Shells Einlenken stoppt keineswegs die Umweltzerstörung durch die Ölförderung, unter der die indigenen Gemeinschaften im Nigerdelta seit mehr als 50 Jahren leiden“, kritisierte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.
Kein Lebenszeichen der vor acht Monaten verschleppten 219 Mädchen
In der vergangenen Woche wurden nach Angaben der Menschenrechtsorganisation auch wieder 22 Mädchen von mutmaßlichen Boko-Haram-Kämpfern verschleppt. Die Entführung ereignete sich am 3. Dezember, als schwer bewaffnete Kämpfer die Stadt Lassa im Bundesstaat Borno angriffen und überrannten. Die Hälfte der Stadt wurde niedergebrannt, elf Mädchen und ältere Frauen wurden getötet, bevor die Jugendlichen aus der Stadt entführt wurden.