Nord-Nigeria: Blutigster Monat seit Beginn des Terrors von Boko Haram im Jahr 2009
Der November 2014 ist der bisher blutigste Monat seit Beginn des Terrors von Boko Haram in Nigeria: Nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker fielen in diesem Zeitraum mindestens 676 Menschen insgesamt 19 Überfällen und Terroranschlägen der islamistischen Sekte zum Opfer. Die tatsächliche Zahl der Opfer dürfte noch deutlich höher sein, da aufgrund der schwierigen Sicherheitslage in vielen überfallenen Dörfern und Städten noch immer nicht alle Toten geborgen werden konnten.
Mehr als 800.000 Menschen fliehen vor Boko Haram in Nigeria
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Nigerias Regierung und Sicherheitskräften Versagen beim Schutz der Zivilbevölkerung vor dem Terror der Boko Haram-Sekte vorgeworfen. Nord-Nigeria erlebt eine dramatische Massenflucht vor dem Terror Boko Harams und dem Gegenterror staatlicher Sicherheitskräfte und paramilitärischer Milizen.
Boko Haram errichtet Kalifat im Nordosten Nigerias
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Spirale der Gewalt im Kampf gegen die islamistische Boko-Haram-Sekte in Nigeria. Die Zivilbevölkerung im Nordosten des Landes leidet massiv unter den Folgen der sich verschärfenden Auseinandersetzungen zwischen Islamisten und Polizei, Armee sowie paramilitärischen Bürgerwehren.
Katastrophales Versagen von Nigerias Regierung im Kampf gegen den Terror
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Nigerias Regierung katastrophales Versagen im Kampf gegen den Terror der Sekte Boko Haram und einen mangelnden Schutz der Zivilbevölkerung vor der islamistischen Gewalt vorgeworfen. Boko Harams Dementi, einen Waffenstillstand mit Nigerias Regierung aushandeln zu wollen, bedeutet nicht nur für die verschleppten 219 Mädchen und ihre Familien eine Katastrophe, sondern ist auch ein Desaster für Nigerias Präsidenten Jonathan Goodluck.
Entschiedenere Maßnahmen im Kampf gegen islamistische Gewalt in Nigeria fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). „Den Opfern des Terrors von Boko Haram in Nordnigeria ist mit warmen Worten nicht geholfen“, erklärte der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Montag zum Auftakt des Nigeria-Besuchs von Außenminister Frank-Walter Steinmeier.
15 neue Mitglieder in UN-Menschenrechtsrat gewählt
Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UN) wird nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auch in den kommenden Jahren ein Glaubwürdigkeitsproblem haben. Bei den Wahlen für seine Amtsperiode in den nächsten drei Jahren konnten sich am Dienstagabend in der UN-Vollversammlung in New York erneut zahlreiche Staaten durchsetzen, deren Menschenrechtsbilanz äußerst bedenklich ist: Indien, Indonesien, Nigeria, Botswana, Bangladesch, Paraguay, El Salvador, Albanien und Katar.
Malala Yousafzai, die neue Friedensnobelpreisträgerin, beteiligte sich an der #Bringbackourgirls-Kampagne. Im Juli 2014 besuchte sie in Nigeria Mädchen, die der Gefangenschaft entkommen konnten.
Seit sechs Monaten entführt: 219 Schülerinnen in Nigeria
Im Schatten der Syrien-Krise erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an das Schicksal von 219 Schülerinnen, die heute vor sechs Monaten im Norden Nigerias von islamistischen Kämpfern der Boko-Haram-Sekte entführt wurden. Noch immer fehlt jedes Lebenszeichen von den verschleppten Mädchen. Nigeria und die internationale Gemeinschaft müssen dringend ihre Bemühungen verstärken, damit dieses schreckliche Geiseldrama endlich beendet wird.
Boko Haram brennt zehn Kirchen im Norden Nigerias nieder
Trotz jüngster Erfolgsmeldungen der nigerianischen Armee hält der Terror radikaler Islamisten gegen die Zivilbevölkerung im Nordosten Nigerias weiter an, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen. So töteten Boko-Haram-Kämpfer bei Überfällen auf zwei Dörfer am Mittwoch und Donnerstag im Bundesstaat Borno einen Pastor, einen Lehrer und 18 weitere Dorfbewohner.
40 Menschen sterben bei Überfällen von Boko Haram in Nigeria und Kamerun
Bei Überfällen der Boko-Haram-Terrorgruppe sind in Nigeria und Kamerun erneut 40 Menschen getötet worden. Dies berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Sonntag in Göttingen. Jede Woche fallen zurzeit im Norden Nigerias 60 bis 80 Menschen dem Terror Boko Harams zum Opfer.