Pakistan muss religiöse Minderheiten besser schützen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den neuen pakistanischen Staatspräsidenten Mamnoon Hussain gebeten, sich für einen besseren Schutz religiöser Minderheiten in dem südasiatischen Land einzusetzen. Pakistans Regierung muss endlich dafür sorgen, dass Christen, Schiiten, Ahmadiyyah und Hindu nicht wegen ihres Glaubens verfolgt und diskriminiert werden.
Pakistan muss religiöse Minderheit besser schützen
Pakistan muss die religiöse und ethnische Minderheit der schiitischen Hazara vor Terrorangriffen sunnitischer Extremisten besser schützen, fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Das Jahr 2013 droht für die Hazara noch blutiger zu werden als das schlimme Jahr 2012, in dem rund 400 Angehörige der Minderheit politischer Gewalt zum Opfer fielen.
Christen rufen aus Protest gegen Diskriminierung zum Boykott auf
Die acht bedeutendsten christlichen Parteien in Pakistan haben zum Boykott der Parlamentswahlen am Samstag aufgerufen. Denn diese Wahlen missachten grundlegende demokratische Rechte der religiösen Minderheiten und sind einer Demokratie nicht würdig.
Bei einem schweren Erdbeben im iranisch-pakistanischen Grenzgebiet wurden am Dienstag alleine in der pakistanischen Provinz Belutschistan mindestens 34 Menschen getötet und 80 Personen verletzt.
Nach gewalttätigen Übergriffen auf Christen in Pakistan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen besseren Schutz religiöser Minderheiten und eine Abschaffung der Blasphemie-Paragraphen gefordert. Christen, Schiiten und Ahmadiyyah dürfen in Pakistan nicht länger wie Freiwild behandelt werden.
Pakistans Oberstes Gericht setzt Zeichen und fordert Langzeitstrategie für besseren Schutz der schiitischen Minderheit
Pakistans Oberstes Gericht hat von der Regierung eine Langzeitstrategie für einen wirksamen Schutz der schiitischen Hazara-Minderheit gefordert. Es ist ein wichtiges Zeichen, dass führende Verfassungsorgane Pakistans nicht mehr mit Gleichgültigkeit auf die zunehmende Gewalt gegen die Minderheit reagieren.
Menschenrechtler fordern mehr Schutz für Minderheiten in vergessenen Konflikten – Mangelnde Glaubwürdigkeit des Rates
Zum Beginn der 22. Sitzung des UN-Menschenrechtsrats in Genf hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Schutz für Minderheiten in vergessenen Konflikten gefordert. Das Leiden der Zivilbevölkerung in Syrien ist in aller Munde. Doch dass der Sudan seit zehn Monaten humanitären Helfern den Zugang zu Not leidenden Zivilisten in der Konfliktregion Süd-Kordofan verweigert, ist international kaum ein Thema.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist zutiefst besorgt über die Gewalteskalation in Pakistan, die auf die schiitischen Hazara abzielen. Sunnitische, extremistische Bewaffnete haben nun seit mindestens 15 Monaten die ethnische Gemeinschaft der Hazara, eine schiitische Minderheit, die aus Afghanistan nach Pakistan vor mehr als einem Jahrhundert immigriert ist, um Verfolgung zu entgehen, systematisch attackiert. Am 10. Januar 2013 töteten mindestens vier Bombenanschläge in Quetta 92 schiitische Hazara und verletzten mehr als 150 Menschen.
Zurzeit ist Entführung von Personen das häufigste Verbrechen, dem Balutschen im Osten Pakistans ausgesetzt sind und es stell eine konstante Gefahr für ihr Leben dar. Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist in höchstem Maße besorgt über die alamierende Anzahl von Menschenrechtsverletzungen im Zusammenhang mit Entführungen, die einen wesentlicher Bestandteil im Konflikts zwischen Rebellengruppen und Regierungstruppen darstellen. Entführungen finden vor allem dort statt, wo sich militante Gruppen und Sicherheitskräfte der Regierung im bewaffneten Konflikt gegenüberstehen.