Tausende Ureinwohner wurden aufgrund von Bergbauprojekten vertrieben und um ihr Land gebracht. Foto: ILO in Asia and the Pacific via Flickr
Philippinen: Umweltministerin Lopez muss gehen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat es als „Debakel für die indigene Völker der Philippinen“ bezeichnet, dass die engagierte Umweltministerin Regina Lopez abtreten muss.
Für die Lumad und andere Völker der Philippinen kann sich die Lage nur bessern. Denn unter dem jetzt abtretenden Präsidenten Benigno Aquino eskalierten die Menschenrechtsverletzungen an indigenen Völkern. Foto: Bro. Jeffrey Pioquinto, SJ via Flickr
Philippinen: Indigene Völker setzen große Hoffnungen auf neuen Präsidenten
Die indigenen Lumad-Völker von der Insel Mindanao hoffen auf eine Verbesserung ihrer Lage und auf einen besseren Schutz ihrer Rechte unter dem neuen Staatspräsidenten der Philippinen, Rodrigo Duterte, berichtet die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) einen Tag vor Amtsantritt Duterte am 30. Juni.
Philippinen: Vereinte Nationen sollen Gewalt von Milizen an Ureinwohnern untersuchen und Militarisierung Mindanaos stoppen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den UN-Hochkommissar für Menschenrechte Zeid Ra’ad Al Hussein aufgefordert, die anhaltenden Morde an Umweltaktivisten der indigenen Lumad auf der überwiegend von Muslimen besiedelten Insel Mindanao im Süden der Philippinen zu untersuchen.
Menschenrechtsreport Nr. 77: Indigene Umweltaktivisten in Lebensgefahr
Kohle, Öl, Gas, Wasserkraft sind die Motoren für die Wirtschaft in den Industrienationen weltweit. Fast immer setzen Konzerne und Regierungen die Wirtschaftsentwicklung über Umweltschutz und Menschenrechte. Die ersten Opfer dieses Prozesses, der sich zunehmend auch auf den Klimawandel negativ auswirkt, sind die etwa 450 Millionen Angehörigen von 5.000 indigenen Völkern weltweit.
Manche Unterzeichnerstaaten sind nicht glaubwürdig in ihrem Engagement gegen sexuelle Gewalt im Krieg
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt, dass sich 113 Staaten in einer gemeinsamen Erklärung am Mittwoch am Rande der UN-Vollversammlung verpflichtet haben, sich für ein Ende sexueller Gewalt in bewaffneten Konflikten einzusetzen. Doch manche Unterzeichnerstaaten sind nicht glaubwürdig in ihrem Engagement.
Philippinische Insel Mindanao ist einer der gefährlichsten Orte für Menschenrechtler weltweit
Einer der gefährlichsten Orte für Menschenrechtler weltweit ist nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die im Süden der Philippinen gelegene Insel Mindanao. Mindestens 15 Menschenrechtler sind dort seit Januar 2011 aus politischen Gründen ermordet worden.
Menschenrechtsreport Nr. 67: Landraub bedroht indigene Völker
Hunderte indigene Völker bedroht der weltweit zunehmende Landraub in ihrer Existenz. Nach dem Fluch begehrter Bodenschätze ist es nun der Boom der Bio-oder Agrotreibstoffe und die Suche nach fruchtbaren Anbauflächen, die das Überleben von Millionen Ureinwohnern akut gefährden. Nationale und internationale Agrar-Unternehmen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds haben in rund 60 Staaten langfristig große Flächen gepachtet oder gekauft, um dort Nahrungsmittel für den Export anzubauen. So haben indigene Völker im vergangenen Jahrzehnt bereits mehrere Dutzend Millionen Hektar Land verloren, das staatliche Stellen an Investoren verpachteten oder veräußerten, ohne dass die Ureinwohner davon erfuhren. Die Behörden dieser Staaten, die zumeist in den Vereinten Nationen feierlich die Rechte indigener Völker anerkannt haben, leugnen in der Praxis deren Besitzansprüche. Sie erklären die traditionell von indigenen Völkern genutzten Flächen für „herrenlos“ und „ungenutzt“, um sie an Investoren verpachten zu können.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat in diesem Report beispielhaft zwölf Fälle des Landraubs in Südostasien, Nordasien, Afrika und Mittel- sowie Südamerika dokumentiert.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.