AfD-Abgeordneter auf der besetzten Krim:
• Bundestagspräsidium muss umfassend aufklären und gegebenenfalls sanktionieren
• „Wenn Putin Claqueure im Bundestag bezahlt, ist das ein ausgemachter Skandal“
• Weiter regelmäßig Menschenrechtsverletzungen auf der Krim, Tataren besonders betroffen
Diesel-Leck in Sibirien:
• Austretender Kraftstoff bedroht indigene Völker
• Dolganen und Nenzen sind auf die verseuchten Flüsse angewiesen
• Grundwasserreservoire und Laichgründe betroffen
Ukrainischer Außenminister zu Gesprächen in Berlin (2.6.)
Ukrainischer Außenminister in Berlin:
• Klare Absage an G7-Einladung Russlands gefordert
• Besatzung und Menschenrechtsverletzungen dauern an
• Zahlreiche Medienhäuser geschlossen und Kritiker verhaftet
Indigene Völker Russlands:
• Stellvertretender FSB-Chef diskreditiert Indigene und Polarforschende
• General Kulishov betrachtet sie als „ausländische Agenten“
• Ihm werden zahllose Verbrechen an der Zivilbevölkerung Tschetscheniens vorgeworfen
Foto: Johannes Zielcke via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Covid-19 bedroht indigene Völker Russlands
Covid-19 bedroht Indigene in russischer Arktis:
• Rohstoffboom bringt Großbaustellen mit wechselndem Personal
• Norden des Landes hat bereits die meisten Infizierten nach den Großstädten
• „Nach der Zerstörung ihrer Umwelt wird nun auch die Gesundheit der Sami, Nenzen und Komi gefährdet“
„Solche Umsiedlungspläne sind kategorisch abzulehnen. Die Vertriebenen aus Afrin wollen zurück in ihre Heimat, nicht in die Wüste bei Raqqa.“ Bild: Russian Presidential Executive Office via Wikimedia Commons (CC BY-NC 4.0).
Geheimabsprachen zwischen Putin und Erdogan?
Vor rund zwei Jahren wurden mehrere hunderttausend Menschen aus der Region Afrin in die nordsyrische Region Shahbah nördlich von Aleppo vertrieben. Nun fürchten sie wieder um ihr Leben, denn es kursieren Gerüchte über geheime Zusatzabsprachen zum „Moskauer Protokoll“ zwischen Putin und Erdogan.
Krim-Frage bei Gesprächen mit Russland nicht aussparen
— Göttingen, den 23. Dezember 2019 —- Angesichts russischer Menschenrechtsverletzungen auf der völkerrechtswidrig besetzten Halbinsel Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) davor …
Russlands indigene Völker leiden unter den Folgen des Klimawandels und haben kaum eine Stimme. Wenn die Behörden nun auch noch gezielt ihre Unterstützerorganisationen schließen, dann bedroht das ihr Überleben. Foto: Simon Matzinger via Flickr (CC0 1.0)
Russlands Angriff auf die Zivilgesellschaft
Schließung indigener NGO in Russland:
– „Zentrum für die Unterstützung der indigenen Völker des Nordens“ geschlossen
– Indigene Sibiriens sollen schweigen, um Ressourcenabbau zu erleichtern
– Zivilgesellschaft in Russland wird systematisch bedrängt
Indigene Völker sind oft die ersten, die unter den dramatischen Folgen des Klimawandels zu leiden haben. Der Schamane Alexander Gabyshev (Foto) wurde im September 2019 verhaftet, als er zu Fuß von Sibirien nach Moskau lief, um "negative Geister" bei Präsident Putin auszutreiben. Die viel beachtete Verzweiflungstat sei ein Hilferuf, der deutlich die katastrophale Lage der indigenen Völker in Sibirien zeige. Bild: Ybelov via Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine stärkere Berücksichtigung indigener Völker in der Klima-Forschung gefordert. „Forschungsprogramme zum Klimawandel müssen inklusiver sein und auch das Wissen indigener Völker mehr berücksichtigen. Denn sie erleben schon seit Jahren die Folgen des Klimawandels“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.