Ein ukrainisches Roma-Kind blickt in die Ferne. Roma sind die in der Ukraine am stärksten bedrohte Minderheit, von ihren Mitbürgern werden sie regelrecht geächtet. Foto: Steve Evans via Flickr
Roma: Das vergessene Volk
Seit der Krim-Annexion durch Russland im März 2014 hat sich die ohnehin schon prekäre Lage der Minderheiten in der Ukraine, und somit auch der Roma, um ein Vielfaches verschlechtert.
Genauso bunt wie diese Ukrainerinnen ist das Land selbst. Viele Völker, Nationalitäten und Religionen leben dort zusammen.
Editorial: Minderheiten in der Ukraine
Euromaidan, Annexion der Krim oder der Krieg im Osten des Landes machen Schlagzeilen. Leider dauert der Krieg weiter an, viele Bewohner auf der Krim sind Schikanen, die Krimtataren sogar systematischer Verfolgung ausgesetzt.
Im dritten Jahr unter russischer Herrschaft auf der Krim hat sich die Lage der Krimtataren und von Personen, die in Opposition zu den pro-russischen Herrschern stehen, weiter verschlechtert.
Die Krimtataren werden unter russischer Herrschaft unterdrückt und fremdbestimmt. Foto: Adam Jones via Flickr
Tag des Widerstands der Krimtataren (26.2.) – Bilanz der Repressalien 2016 veröffentlicht
Drei Jahre nach der Annexion der Krim durch Russland leiden die rund 280.000 Krimtataren auf der Halbinsel weiter unter Verfolgung, Diskriminierung und Angst.
Wurden erst Rundfunk- und TV-Stationen auf der Krim geschlossen, Redaktionen aufgelöst und Medien verdrängt, verfolgen die Behörden nun seit längerem gegen einzelne unabhängige Journalisten und Blogger, Foto: Sasha Maksymenko via Flickr
Krim: Prozessauftakt gegen Journalisten – Medienfreiheit wird weiter zerstört
Anlässlich des Beginns des Prozesses gegen den Journalisten Mykola Semena in Simferopol auf der Krim hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag die Zerstörung der Medienfreiheit auf der 2014 von Russland annektierten Halbinsel kritisiert. Semena drohen bis zu fünf Jahre Haft, weil er laut Anklage durch einen einzigen kritischen Satz über die Annexion die „territoriale Integrität der Russischen Föderation“ gefährdet habe.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier appelliert, die Einreise des russischen Landwirtschaftsministers Alexander Tkatschow nach Deutschland zu verhindern, Foto: Kremlin.ru
Russland: Appell an Außenminister Steinmeier
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat am Freitag an Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier appelliert, die gegen Russland verhängten Sanktionen nicht zu unterminieren und die Einreise des russischen Landwirtschaftsministers Alexander Tkatschow nach Deutschland zu verhindern.
Auch die Bürgerkriege im Sudan sind vergessene Konflikte. Hunderttausende Menschen müssen unsägliches Leid ertragen. Foto: Albert Gonzalez Farran/UNAMID
Editorial: Im Schatten großer Kriege
Fernab großer Kriege gibt es zahllose Konflikte, die in der Berichterstattung unterzugehen drohen.
Rodion Suljandziga wird seit Jahren für sein Engagement für indigene Völker in Russalnd verfolgt. 2014 wurde sein Reisepass vom russischen Geheimdienst FSB eingezogen, als er zur UN-Konferenz für indigene Völker nach New York reisen wollte, die er maßgeblich mit vorbereitet hatte. Foto: UN Photo/Devra Berkowitz
Russland: Razzia in Moskau – Schikanen gegen indigene Menschenrechtler
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist in Sorge um die Sicherheit indigener Menschenrechtler und Umweltschützer sowie ihrer Familien in Russland.