Die bevorstehenden Wahlen in Serbien werden das Land nicht von seinem ultra-nationalistischen und außenpolitisch destruktiven Kurs abbringen, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet. Den sieben Oppositionskandidaten werden keine großen Chancen eingeräumt.
Der Angriffskrieg gegen die Ukraine könnte es Russland ermöglichen, eine beispiellose politische, militärische und wirtschaftlichen Vorherrschaft und Kontrolle über den Westbalkan zu installieren.
Bosnien und Herzegowina steht 27 Jahre nach dem Krieg vor einer schweren Krise. Der Staat droht zu zerfallen und ein neuer Krieg scheint möglich. Mit dieser dringenden Warnung hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Außenminister der EU appelliert, die sich am heutigen Montag in Brüssel trafen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker International appelliert an die EU, die USA und die internationale Gemeinschaft, unverzüglich entschlossene Maßnahmen zu ergreifen, um eine gewaltsame Eskalation in Bosnien und Herzegowina zu verhindern. Durch serbisch-nationalistische Hetze und separatistische Drohgebärden scheine sogar ein neuer Krieg möglich.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte dem Historiker Gideon Greif am 10. November das Bundesverdienstkreuz verleihen. Nach einem internationalen Aufschrei wird nun erneut überprüft, ob der für seine Holocaustforschung bekannte Historiker dafür geeignet ist – weil er den Genozid in Srebrenica leugnet.
Urteil des Sondertribunals in Den Haag (30.6.):
• Voraussichtlich letztes Urteil des Sondertribunals für das ehemalige Jugoslawien
• Serbischer Geheimdienstchef Stanisic und sein Stellvertreter Simatovic angeklagt
• Sollen den Völkermord an der bosniakischen Bevölkerung mittels paramilitärischer Einheiten unterstützthaben
Berufungs-Urteil gegen Ratko Mladic (8.6.):
• Überlebende Opfer hoffen auf Anerkennung weiterer Vergehen
• Anklage sieht schwere Verbrechen auch in Prijedor und anderen Orten
• Noch immer wird nach den Überresten von mindestens 500 Opfern gesucht