Eine Überlebende des Völkermordes von Srebrenica berichtet
„Die überlebenden Mütter, die meist, so wie ich, ganz alleine geblieben sind, stellen keine zu hohen Erwartungen; wir wollen nur die Wahrheit und die Bestrafung der Täter. Unsere brutal getöteten Söhne und Angehörigen kann uns niemand mehr zurückbringen. Aber wir wollen zumindest, dass das Verbrechen bei seinem Namen genannt wird und dass es niemandem erlaubt wird, das Ausmaß des Verbrechens zu relativieren, minimieren oder das Verbrechen gar zu leugnen.“
Gemeinsam mit der Bosniakischen Kulturgemeinschaft „Hannover“ e.V. und der bosnischen Diaspora in Deutschland erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am heutigen Donnerstag mit einer Mahnwache in Hannover an das Massaker von Srebrenica am 11. Juli 1995. Vor 18 Jahren marschierten serbische Truppen unter dem Kommando von General Ratko Mladic in der ostbosnischen UN-Schutzzone ein.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt, dass sich der serbische Präsident Tomislav Nikolic für die Verbrechen, die im Namen Serbiens an Bosniaken begangen wurden, entschuldigt hat. Es ist ein Schritt nach vorn, wenn Nikolic nach Srebrenica fahren und dort kniend um Verzeihung für Serbien bitten will.
„Dritte Welt in Europa“ – Deutschland soll Entwicklungsprogramm für verelendete Roma auf dem Balkan finanzieren
Deutschland soll für die verelendeten Roma in den Balkanstaaten ein wirksames Entwicklungsprogramm finanzieren. Anlässlich des Welt-Roma-Tages am kommenden Montag (8.April) erklärte der Generalsekretär der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), Tilman Zülch, in Göttingen.
Die vergessenen Flüchtlinge Südosteuropas: Roma-Familien in Konik
In der Nähe einer Mülldeponie am Rand von Podgorica, der Hauptstadt Montenegros, liegt Konik, das Viertel der vergessenen Flüchtlinge. Der Stadtteil gilt als sozialer Brennpunkt, die Kriminalitätsrate und die Arbeitslosigkeit sind besonders hoch.
„Denkmal in Berlin muss Signal für Beginn eines europaweiten Aufbauwerks für Roma setzen“
Nach der Einweihung des Denkmals für die in der NS-Zeit ermordeten Sinti und Roma am 25. Oktober in Berlin fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine „Wiedergutmachung in großem Umfang“. Deutschland muss jetzt aktiv dazu beitragen, dass diese seit Jahrhunderten verfolgte Gruppe auch in anderen Ländern nicht zum Ziel weiterer Angriffe und Diskriminierung wird.
Kranzniederlegung für die 8.372 Opfer von Srebrenica in Berlin – Menschenrechtler mahnen: Völkermord kostete 150.000 Bosniern das Leben!
Mit einer Kranzniederlegung in der Neuen Wache, der Gedenkstätte für die Opfer des Krieges und der Gewaltherrschaft, gedenkt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Berlin der 8.372 Opfer von Srebrenica in Bosnien, unter ihnen mehr als 1.000 Jugendliche und mindestens 510 Frauen.
Mit Erstaunen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Entscheidung des UN-Kriegsverbrechertribunals zur Kenntnis genommen, den früheren bosnischen Serbenführer Radovan Karadzic vom Vorwurf des Völkermordes in den bosnischen Gemeinden Bratunac, Foca, Kljuc, Prijedor, Sanski Most, Vlasenica und Zvornik freizusprechen.