9. August: Internationaler Tag der indigenen Völker
Weltweit müssen indigene Völker einen hohen Preis für den unersättlichen Energiehunger in den Industrienationen zahlen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen anlässlich des Tages der indigenen Völker (9. August) aufmerksam. Damit bei uns das Licht nicht ausgeht, wird Ureinwohnerland im kanadischen Saskatchewan oder in Australien durch den Uranabbau radioaktiv verseucht, verschwindet das Land der Wayúu-Indianer in Kolumbien oder der Schoren in Sibirien in riesigen Tagebauminen der Steinkohleindustrie.
Hunderte Sprachen vom Aussterben bedroht – Positive Entwicklung bei Sprachen indigener Völker in Mittelamerika
Anlässlich des Internationalen Tages der Muttersprache macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) darauf aufmerksam, dass mehr als 600 Sprachen und Dialekte vom Aussterben bedroht sind. Weitere 1.800 von weltweit mehr als 6.000 Sprachen sind akut gefährdet.
Die Konvention 169 der Internationalen Arbeitsorganisation der Vereinten Nationen (ILO) wurde bereits 1989 gemeinsam mit Vertretern indigener Völker abgefasst und anschließend verabschiedet. Als einzige völkerrechtlich bindende Norm über eingeborene und in Stämmen lebende Völker stellt sie die derzeitige Grundlage für deren Schutz dar.
Die Auflösung der Sowjetunion und die Öffnung Russlands zum Ausland hat uns in den letzten Jahren ein klareres Bild davon ermöglicht, was in den ausgedehnten russischen und sibirischen Nordgebieten vor sich gegangen ist und vor sich geht.