Tragödie am Golf von Aden – Skrupellose Menschenhändler begehen Verbrechen an Migranten aus Äthiopien
Zum Internationalen Tag der Migranten (18.12.) hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ein konsequenteres Vorgehen gegen Menschenhändler am Golf von Aden gefordert, die Migranten aus Äthiopien willkürlich entführen, foltern und ermorden. Nirgendwo in der Welt werden Migranten grausamer behandelt als im Golf von Aden. Doch ihr tragisches Schicksal, das ganz im Schatten der Boatpeople von Lampedusa im Mittelmeer steht, wird von der Öffentlichkeit kaum wahrgenommen.
Desolate Menschenrechtslage – Massenverhaftung von mehr als 320 Jugendlichen in Mogadischu
Vier Tage vor den Präsidentschaftswahlen in Somalia sind gestern mehr als 320 Jugendliche und junge Menschen bei einer Großrazzia gegen mutmaßliche Unterstützer der aufständischen Al-Shabab-Milizen in der Hauptstadt Mogadischu festgenommen worden.
Vor der internationalen Geberländerkonferenz für Somalia hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Europas Politik für das Land am Horn von Afrika als „kurzsichtig und ineffektiv“ kritisiert. Dringend muss die Europäische Union die Effektivität ihrer Somalia-Programme überprüfen, bevor der umstrittenen Übergangsregierung Somalias und den AMISOM-Friedenstruppen der Afrikanischen Union neue Hilfen zugesagt werden.
Statt Militärintervention in Somalia mehr Einsatz für Frieden und Menschenrechte gefordert
Der geplante Einsatz von Bundeswehrsoldaten im Anti-Piraten-Kampf an der Küste Somalias ist nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) riskant und wenig hilfreich. Statt neue Militärinterventionen zu erwägen, sollte sich Europa mehr für Frieden und Menschenrechte in Somalia einsetzen.
Im Namen des Antiterror-Kampfes eskalieren Menschenrechtsverletzungen und Gewalt im Horn von Afrika, warnte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag. So missbraucht Äthiopien seine Antiterror-Gesetze, um kritische in- und ausländische Journalisten mundtot zu machen.
Somalia: Schutz und humanitäre Versorgung der hungernden Zivilbevölkerung müssen Vorrang haben!
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag gegen Kenia erhoben. Mit ihrer Militäroffensive gegen die radikal-islamische Al Shabaab-Milizen gefährdet die kenianische Regierung die Nothilfe für mehr als drei Millionen Hungernde im Süden und Zentrum Somalias.
Kriegsparteien in Somalia verletzen humanitäres Völkerrecht und ignorieren Leid von Zivilisten
Alle Konfliktparteien im Bürgerkrieg in Somalia ignorieren das Leid der hungernden Zivilbevölkerung und verletzen systematisch humanitäres Völkerrecht. Diesen schweren Vorwurf erhebt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) sowohl gegen die radikal-islamische Al Shabaab-Miliz als auch gegen die von der Europäischen Union unterstützte Übergangsregierung (TFG) Somalias und die mit ihr verbündete Ahlu Sunna-Miliz.
Ethnische Minderheiten leiden unter Antiterror-Kampf
Mehr als 200 Millionen Angehörige ethnischer Minderheiten in elf Staaten Afrikas und Asiens leiden unter den Folgen des Antiterror-Kampfes. Darauf weist die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des zehnten Jahrestages der Terroranschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon bei Washington D.C. hin.
Europa bleibt untätig – Uganda bemüht sich um Vermittlung Eritreas
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist von den Ergebnissen des Ostafrika-Besuches von Entwicklungsminister Dirk Niebel enttäuscht. „Deutschland will nur mehr Geld für die Hungernden in Somalia zur Verfügung stellen, neue Friedensinitiativen hat Niebel nicht angekündigt.