Druck auf Sudan verstärken, um Hinrichtung von Christin zu verhindern! Sudanesischer Außenminister darf in Deutschland nicht willkommen sein!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dringend eine Verstärkung des weltweiten Druckes auf die sudanesische Regierung gefordert, um die Freilassung der zum Tode verurteilten Konvertitin Meriam Yahia Ibrahim zu erreichen. „Nach der Geburt ihrer Tochter am Montag ist die Christin in großer Gefahr: Sie könnte jetzt derzeit hingerichtet werden, nur weil sie zum christlichen Glauben übergetreten ist“, berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. „Die Bundesregierung muss dem Außenminister des Sudan mit allem Nachdruck deutlich machen, dass er in Deutschland nicht willkommen ist, solange der Konvertitin nach einem absurden Strafverfahren der Tod durch Erhängen droht.“ Außenminister Ali Ahmed Karti will am 4. Juni 2014 in Berlin an einer Veranstaltung des Afrika-Vereins mitwirken.
Bundeskanzlerin soll Hinrichtung von christlicher Ärztin verhindern
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat an Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Menschenrechtsbeauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer, appelliert, das Leben einer hochschwangeren Christin im Sudan zu retten, die wegen ihres vermeintlichen Abfalls vom islamischen Glauben und wegen Ehebruchs hingerichtet werden soll.
Milizionäre zerstören mehr als 120 Dörfer im Westen des Sudan – Entwaffnung und Auflösung von Milizen gefordert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Entwaffnung und Auflösung einer von der sudanesischen Armee aufgebauten Miliz, die mit ihrem gewalttätigen Vorgehen gegen die Zivilbevölkerung ganze Regionen in Süd- und Nord-Darfur entvölkert. Die so genannten „Rapid Support Forces“ sind maßgeblich dafür verantwortlich, dass seit Januar 2014 mehr als 215.000 Zivilisten in Darfur fliehen mussten.
120.000 neue Flüchtlinge in Darfur innerhalb von nur zwei Wochen
120.000 Zivilisten mussten im Westen des Sudan innerhalb der letzten zwei Wochen vor neuen Kämpfen fliehen. Dies erklärte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag in Göttingen. Elf Jahre nach Beginn des Darfur-Konflikts nimmt die Gewalt immer mehr zu.
Zivilisten müssen geschont werden – Straflosigkeit beenden – Mehr als eine Million Menschen auf der Flucht
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Konfliktparteien im Bürgerkrieg im Südsudan aufgefordert, die Zivilbevölkerung zu schonen. Auch müssen die Straflosigkeit beendet und die Verantwortlichen für schwere Übergriffe auf Zivilisten vor Gericht zur Rechenschaft gezogen werden, forderte die GfbV.
Sudan gefährdet humanitäre Versorgung von mehr als eine Million notleidender Menschen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung des Sudan vorgeworfen, mit dem Verbot der Arbeit des Internationalen Komitees des Roten Kreuzes (IKRK) das Leben von mehr als einer Million hungernden Zivilisten zu gefährden. Es ist es unverantwortlich, einer der bedeutendsten Hilfsorganisationen die Arbeitserlaubnis zu entziehen. Das IKRK sorgt mit 700 Helfern für die humanitäre Versorgung von mehr als einer der insgesamt 6,1 Millionen Not leidenden Menschen im Sudan.
Kritik an geplanter Schutztruppe für Öl-Förderanlagen – Profit aus Öl-Export darf nicht Kriegskassen füllen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Aufbau einer vom Sudan und Südsudan geplanten gemeinsamen Schutztruppe für Öl-Förderanlagen in beiden Staaten kritisiert. Der Profit aus dem Öl-Export darf nicht zum Blankoscheck für Krieg, Flüchtlingselend und für den Machterhalt von zwei autoritären Regimes werden
Mangelnder Respekt gegenüber Helfern erschwert Versorgung von Notleidenden in Krisenregionen
Mangelnder Respekt vor Nothelfern in Krisenregionen gefährdet die Versorgung notleidender Zivilisten in vielen Teilen der Welt in höchstem Maße, klagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich der Veröffentlichung neuester Zahlen.
Hoffnung für Flüchtlinge aus Afrika – Israel muss rechtsstaatliche Mindeststandards garantieren
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Entscheidung des Obersten Gerichts Israels, das die langfristige Internierung von Flüchtlingen am Montag für verfassungswidrig erklärt hat, da so die Würde und Freiheit des Menschen verletzt werden. Das höchstrichterliche Urteil ist eine schallende Ohrfeige für die ausländerfeindliche Politik der israelischen Regierung.