Kein Ende von Gewalt und Straflosigkeit in Darfur – Zivilbevölkerung enttäuscht über internationale Gemeinschaft
Anlässlich des zehnten Jahrestags des Beginns des Völkermords in Darfur macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf die anhaltende Gewalt und Straflosigkeit im Westen des Sudan aufmerksam. Trotz zweier Friedensabkommen ist Darfur heute weiter denn je zuvor von einem dauerhaften Frieden entfernt.
Seit August 2012 beschuldigen sudanesische Behörden Nichtregierungsorganisationen im Sudan Agenten von ausländischen Nationen zu sein, die die nationale Sicherheit Sudans bedrohen. Die Regierung hat durch Nutzung der sudanesischen Medien eine Verleumdungskampagne gegen unabhängige Stimmen in der sudanesischen Gesellschaft gestartet.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die Regierung des Tschad aufgefordert, den Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH) gegen den sudanesischen Staatspräsidenten zu vollstrecken und Omar Hassan al Bashir bei seinem geplanten Besuch im Tschad am kommenden Wochenende zu verhaften.
Scharfe Kritik von Menschenrechtlern – Konferenz schadet deutschem Ansehen und verhöhnt Opfer von Gewalt und Willkür
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine am kommenden Dienstag im Auswärtigen Amt geplante Konferenz für Investitionen im Sudan und Südsudan scharf kritisiert. Trotz anhaltender Menschenrechtsverletzungen in beiden Staaten fördert das Auswärtige Amt die Werbung für deutsche Investitionen.
Sudan verweigert Hilfe für Zivilisten in Kriegsgebiet – Weltsicherheitsrat muss Sanktionen androhen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der Regierung des Sudan Verbrechen gegen die Menschlichkeit in der umkämpften Region Süd-Kordofan vorgeworfen. Wer Hunger als Kriegswaffe einsetzt und systematisch seit fast anderthalb Jahren die humanitäre Versorgung von rund 400.000 Zivilisten in den von der Freiheitsbewegung SPLM-North kontrollierten Gebieten verhindert, verletzt Grundregeln des humanitären Völkerrechts.
Menschenrechtsreport Nr. 67: Landraub bedroht indigene Völker
Hunderte indigene Völker bedroht der weltweit zunehmende Landraub in ihrer Existenz. Nach dem Fluch begehrter Bodenschätze ist es nun der Boom der Bio-oder Agrotreibstoffe und die Suche nach fruchtbaren Anbauflächen, die das Überleben von Millionen Ureinwohnern akut gefährden. Nationale und internationale Agrar-Unternehmen, Investmentgesellschaften und Pensionsfonds haben in rund 60 Staaten langfristig große Flächen gepachtet oder gekauft, um dort Nahrungsmittel für den Export anzubauen. So haben indigene Völker im vergangenen Jahrzehnt bereits mehrere Dutzend Millionen Hektar Land verloren, das staatliche Stellen an Investoren verpachteten oder veräußerten, ohne dass die Ureinwohner davon erfuhren. Die Behörden dieser Staaten, die zumeist in den Vereinten Nationen feierlich die Rechte indigener Völker anerkannt haben, leugnen in der Praxis deren Besitzansprüche. Sie erklären die traditionell von indigenen Völkern genutzten Flächen für „herrenlos“ und „ungenutzt“, um sie an Investoren verpachten zu können.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat in diesem Report beispielhaft zwölf Fälle des Landraubs in Südostasien, Nordasien, Afrika und Mittel- sowie Südamerika dokumentiert.
Bis zu 70.000 Binnenflüchtlinge im Westen des Sudan erneut auf der Flucht
Bis zu 70.000 Binnenflüchtlinge sind im Westen des Sudan aus zwei Flüchtlingslagern geflohen, nachdem unter den sudanesischen Bewachern der Camps schwere Kämpfe ausgebrochen waren. Mindestens 21 Menschen sind seit Beginn der Auseinandersetzungen am vergangenen Samstag getötet und mehr als 600 verletzt worden, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen.
Der weltweit zunehmende Landraub bedroht die Existenz von Millionen Ureinwohnern. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Tages der indigenen Völker (9. August) mit einem neuen Menschenrechtsreport aufmerksam. Die große Nachfrage von Investoren nach fruchtbarem Ackerland hat dazu geführt, dass indigene Völker in den vergangenen zehn Jahren viele Millionen Hektar Land verloren haben.
Humanitäre Hilfe für Krisenregionen seit 13 Monaten verweigert – Internationaler Strafgerichtshof soll ermitteln
Der Internationale Strafgerichtshof muss den Auftrag erhalten, Ermittlungen gegen die Verantwortlichen für die Blockade von Hungerhilfe im Sudan aufnehmen. Dies hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Dienstag vom Weltsicherheitsrat gefordert. Seit 13 Monaten verweigern die Behörden des Sudan die humanitäre Versorgung in den von Rebellen kontrollierten Gebieten in Süd-Kordofan sowie im Blauen Nil.