Brennpunkt Sudan: Menschenrechte und Schutz der Zivilbevölkerung sichern!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat an die deutsche Bundesregierung appelliert, sich während des deutschen Vorsitzes im Weltsicherheitsrat besonders für den Sudan zu engagieren. Der Sudan ist ein Brennpunkt, der in den nächsten Wochen höchste Aufmerksamkeit erfordert.
23 Jahre lang haben der Norden und der Süden Krieg gegeneinander geführt. 2005 wurde ein Friedensabkommen verabschiedet,, das aber keinen Frieden gebracht hat.
Anfang dieses Jahres gab es ein Referendum, bei dem sich 99 % der Südsudanesen für die Unabhängigkeit ihres Landesteils ausgesprochen haben. Am 9. Juli soll es in Kraft treten. Doch immer noch ist die Lage im Sudan sehr unruhig. Was in dem Land vor sich geht, darüber spricht Ulrich Delius mit dem Evangeliums-Rundfunk.
Menschenrechtslage im Nordsudan verschlechtert sich
Die Menschenrechtslage im Norden des Sudan hat sich im Juni 2011 erneut verschlechtert und die Pressefreiheit wurde eingeschränkt. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) teilte am Dienstag in Göttingen mit, dass 15 Friedensaktivisten am vergangenen Sonntag in der sudanesischen Hauptstadt Khartum verhaftet wurden.
Wo bleibt die Stimme von Garantiemacht Deutschland für den Frieden im Sudan?
Das Schweigen Deutschlands zur bislang schwersten Verletzung des Friedensabkommens zwischen Nord- und Südsudan stößt bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) auf heftige Kritik. In der umstrittenen rohstoffreichen Region Abyei sind am vergangenen Wochenende nordsudanesische Truppen einmarschiert, zehntausende Menschen mussten flüchten.
70.000 Dinka auf der Flucht vor nordsudanesischen Truppen brauchen dringend Nahrung und Medikamente!
Ein dringender Hilferuf aus dem Sudan erreichte die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor wenigen Minuten. Der südsudanesische Arzt Dr. Arkangelo Modesto berichtete der Menschenrechtsorganisation, dass rund 70.000 Angehörige der Ngok-Dinka in der rohstoffreichen Region Abyei an der Grenze zum Südsudan schnell Unterstützung bräuchten. Sie mussten vor einmarschierenden nordsudanesischen Truppen die Flucht ergreifen.
Sudans Behörden behindern internationale Helfer und Ermittler der Vereinten Nationen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den Weltsicherheitsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, einen freien Zugang internationaler Hilfsorganisationen und UN-Ermittlern zu allen Not Leidenden im Westen des Sudan durchzusetzen.
Appell: Schicksal von drei Millionen Darfur-Flüchtlingen nicht vergessen!
Bundesaußenminister Guido Westerwelle soll bei seinen Gesprächen mit seinem sudanesischen Amtskollegen Ali Karti am Mittwoch in Berlin auch auf eine umfassende Friedenslösung für Darfur drängen. Diese dringende Bitte hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den deutschen Außenminister gesandt. Die Lage der rund drei Millionen Darfur-Flüchtlinge wird immer dramatischer.
Vergewaltigung im Krieg: Keine Gerechtigkeit für Frauen in Burma und Darfur
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine Bestrafung der Verantwortlichen für den Einsatz von Vergewaltigung als Kriegswaffe in Burmas Minderheitengebieten und in Darfur gefordert. Obwohl in beiden Regionen seit mehr als fünf Jahren sexuelle Gewalt gezielt als Waffe im Krieg verwendet wird, bleiben die Täter und ihre Anstifter straflos.
Rechtlosigkeit und Willkür schüren Gewalt im Westen des Sudan
Die Verhängung der Todesstrafe gegen einen Darfur-Flüchtling hat bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Entsetzen ausgelöst. Hussein Hassan Abdel Kareem ist am vergangenen Sonntag in einem Unrechtsverfahren im Sudan zum Tod durch Erhängen verurteilt worden, obwohl zahlreiche Augenzeugen seine Unschuld bekräftigten.