Der damalige Chefankläger des Internationalen Strafgerichtshofs, Luis Moreno-Ocampo (Foto), hatte gegenüber US-Diplomaten im Dezember 2010 den Verdacht geäußert, Bashir habe bis zu 9 Milliarden US-Dollars auf Konten in Europa angelegt. Bild: Eskinder Debebe/UN Photo (2009)
Sudan: Diktator bereicherte sich auf Kosten des verarmten Sudan
Nach dem Fund illegaler Gelder bei Sudans ex-Präsident Omar Hassan al Bashir hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) gefordert, Hinweisen nach illegalen Bankkonten des ex-Diktators in Europa nachzugehen. Die Opfer seiner Politik von Völkermord, Vertreibung und Aushungerung haben einen Anspruch darauf entschädigt zu werden. Jahrzehntelang haben sie vergeblich auf jede Wiedergutmachung gewartet.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dem stellvertretenden Vorsitzenden der neuen Übergangsregierung im Sudan Kriegsverbrechen vorgeworfen und seine Ablösung gefordert. General Mohamed Hamdan, genannt Hemeti, steht für zahllose Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und Morde an Zivilisten. Ganze Dörfer hat er als Chef der berüchtigten Miliz Rapid Support Forces (RSF) vernichten lassen. Bild: UNAMID via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Sudan: Kriegsverbrecher erneut an der Macht
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat dem stellvertretenden Vorsitzenden der neuen Übergangsregierung im Sudan Kriegsverbrechen vorgeworfen und seine Ablösung gefordert. General Mohamed Hamdan, genannt Hemeti, steht für zahllose Entführungen, Folter, Vergewaltigungen und Morde an Zivilisten. Ganze Dörfer hat er als Chef der berüchtigten Miliz Rapid Support Forces (RSF) vernichten lassen. Mit Hemeti wird es keinen glaubwürdigen Neuanfang im Sudan geben.
Der Sturz des sudanesischen Staatspräsidenten Omar Hassan al Bashir war ein „beeindruckender Sieg einer oft unterschätzten, friedlichen Protestbewegung“. Bild: UN Photo via Flickr (CC By-NC-ND 2.0)
Sturz des sudanesischen Diktators Omar Hassan al Bashir
Der Sturz des sudanesischen Staatspräsidenten Omar Hassan al Bashir war ein „beeindruckender Sieg einer oft unterschätzten, friedlichen Protestbewegung“. Die GfbV begrüßt die angekündigte Freilassung politischer Gefangener und kritisiert die Einsetzung einer Militärregierung.
Der gestürzte Diktator wird vom Internationalen Strafgerichtshof wegen Völkermordverbrechen mit weit über 400.000 Toten in Darfur gesucht. Sein Regime ist darüber hinaus für die völkermordartige Zerstörung der Nuba-Gesellschaft mit mehr als 500.000 Toten verantwortlich. Hunderttausende weitere wurden im Südsudan, in der Region Blauer Nil sowie im Osten des Landes systematisch ausgehungert.
Die Behörden des Sudan blockieren gezielt soziale Medien, um regierungskritische Proteste verhindern. Am Wochenende waren 28 Millionen Nutzer von Mobiltelefonen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der seit Monaten anhaltenden Demonstrationen kamen bisher 66 Menschen ums Leben. Es kamen paramilitärische „Rapid Support Forces (RSF)“ zum Einsatz, die auch am Völkermord in Darfur beteiligt waren. Die EU schweigt zu dieser Situation, wohl um ihre Kooperation mit der sudanesischen Regierung bei der Abwehr von Geflüchteten und Migranten zu sichern. Bild: stevepb via Pixabay (CC BY 2.0)
Blockade sozialer Medien im Sudan
Die Behörden des Sudan blockieren gezielt soziale Medien, um regierungskritische Proteste verhindern. Am Wochenende waren 28 Millionen Nutzer von Mobiltelefonen davon betroffen. Bei der Niederschlagung der seit Monaten anhaltenden Demonstrationen kamen bisher 66 Menschen ums Leben. Es kamen paramilitärische „Rapid Support Forces (RSF)“ zum Einsatz, die auch am Völkermord in Darfur beteiligt waren. Die EU schweigt zu dieser Situation, wohl um ihre Kooperation mit der sudanesischen Regierung bei der Abwehr von Geflüchteten und Migranten zu sichern.
Gestern erlebte der Sudan seine größten Massendemonstrationen seit Jahrzehnten. Mehr als 100.000 Menschen zogen in der Hauptstadt Khartum zum Armee-Hauptquartier und forderten ein Ende der Unterstützung der Militärs für den umstrittenen Staatspräsidenten. Bild: UNAMID via Flickr (CC BY-NC-ND 2.0)
Ein Toter bei Demonstrationen im Sudan
Nach dem gewaltsamen Tod eines Arztes bei einer Demonstration hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) den Einsatz scharfer Munition bei der Niederschlagung von Massendemonstrationen im Sudan verurteilt. Nachdrücklich forderte die Menschenrechtsorganisation eine Bestrafung der Verantwortlichen für die Gewalt gegen friedliche Demonstranten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Freilassung hunderter Demonstranten im Sudan. Die seit 100 Tagen anhaltenden Proteste richteten sich gegen die Herrschaft des seit 30 Jahren regierenden Staatspräsidenten Omar Hassan al Bashir. Im Februar entließ die Regierung rund 2.400 Inhaftierte. Menschenrechtler vor Ort sprechen allerdings von einigen Hundert weiteren Gefangenen. Etwa 70 davon sind der GfbV namentlich bekannt. Bild: Al Jazeera English via Flickr CC BY-SA 2.0
Protestwelle im Sudan seit 100 Tagen (28.3.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert die Freilassung hunderter Demonstranten im Sudan. Die seit 100 Tagen anhaltenden Proteste richteten sich gegen die Herrschaft des seit 30 Jahren regierenden Staatspräsidenten Omar Hassan al Bashir. Im Februar entließ die Regierung rund 2.400 Inhaftierte. Menschenrechtler vor Ort sprechen allerdings von einigen Hundert weiteren Gefangenen. Etwa 70 davon sind der GfbV namentlich bekannt.
Mit Einschüchterungen von Journalisten, Pressezensur, willkürlichen Verhaftungen und Folter hat Diktator Omar Hassan al Bashir die friedlichen Proteste im Sudan nicht stoppen können. Bild: Martha Heinemann Bixby via Flickr CC BY 2.0
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Russlands Regierung Heuchelei in der Frage des Einsatzes russischer Söldner in Konflikten in Afrika vorgeworfen. Bild: gordontour via Flickr CC BY 2.0.
Russische Söldner im Sudan: Menschenrechtler werfen Russland Heuchelei vor
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Russlands Regierung Heuchelei in der Frage des Einsatzes russischer Söldner in Konflikten in Afrika vorgeworfen.
. „Das Töten, Verschwindenlassen und Foltern von Demonstranten, die systematische Verletzung der Demonstrations- und Versammlungsfreiheit und die gezielte Behinderung der Medienberichterstattung im In- und Ausland müssen dokumentiert werden, um die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen“. Foto: United Nations Photo via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Sudan: Erneut zwei Tote bei anhaltenden Massenprotesten
Nach dem gewaltsamen Tod von zwei Regierungskritikern bei Protesten im Sudan hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle durch Menschenrechtsexperten der Vereinten Nationen gefordert.