Evangelischer Kirchentag: Überlebende Opfer der IS-Terrormiliz berichten
Wann: 4. – 6. Juni 2015
Wo: Am Stand der Gesellschaft für bedrohte Völker auf dem
Markt der Möglichkeiten/NeckarPark, Talstr./Ecke Mercedesstraße, 70372 Stuttgart
Standplatz: Zelthalle 8, Stand ZH8-E08
Irak/Syrien: Im Schatten von Palmyra zerstört IS Kirchen, Moscheen und yezidische Heiligtümer
Während nach der Eroberung der antiken Oasenstadt Palmyra durch den „Islamischen Staat“ (IS) in Zentralsyrien dort die Zerstörung der einzigartigen Kulturgütern droht, setzen die sunnitischen Extremisten ihren Feldzug gegen christliche, yezidische und schiitische Heiligtümer im nordirakischen Mossul und der angrenzenden Niniveh-Ebene weitgehend unbeachtet von der Öffentlichkeit fort, klagt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Foto: Bei der Verleihung des Weimarer Menschenrechtspreis stehen zwei leere Stühle symbolisch für die Preisträger auf der Bühne. Die zwei syrischen Geistlichen sind seit April 2013 entführt.
Seit zwei Jahren kein Lebenszeichen: Bitte helfen Sie, das Schicksal der beiden entführten Bischöfe aus Aleppo zu klären!
Am 22. April jährt sich der Tag der Entführung von zwei Bischöfen aus dem nordsyrischen Aleppo zum zweiten Mal. Seitdem gibt es kein Lebenszeichen mehr von Mor Gregorius Yoanna Ibrahim, Erzbischof der syrisch-orthodoxen Kirche, und Boulos Yazigi, Erzbischof der griechisch-orthodoxen Kirche.
Assyrische Flüchtlinge versammeln sich vor einer Kirche in Hassake, Syrien. Foto mit freundlicher Genehmigung der Assyrischen Kirche in Beirut.
Demonstration und Kundgebung: „Die Vernichtung des christlichen Lebens in Syrien und Irak beenden!“
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt den Aufruf des „Zentralverbandes der assyrischen Vereinigungen in Deutschland und europäischen Sektionen“ (ZAVD), die für den kommenden Samstag zu einer Großdemonstration in Mainz aufgerufen haben.
Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt: Merkel soll Davutoglu drängen, Islamisten in Syrien nicht mehr zu unterstützen und Hilfe für Kurden und Christen zuzulassen!
Mit einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Montag (12.01.15, Beginn 10.15 Uhr) an Bundeskanzlerin Angela Merkel appellieren, den türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu dazu zu drängen, die radikalen Islamisten in Syrien nicht länger zu unterstützen.
Besuch aus dem umkämpften Aleppo: Interview mit Archimandrit Moses Alkhassi
Der griechisch-orthodoxe Archimandrit Moses Alkhassi aus dem umkämpften Aleppo war bei uns zu Besuch. Wir sprachen mit ihm über die entführten Bischöfe, den IS und die Lage der Zivilbevölkerung in seiner Stadt.
Moses Alkhassi ist einer der letzten christlichen Geistlichen, die nach wie vor in Aleppo ausharren. Er kümmert sich um die immer kleiner werdende orthodoxe Gemeinschaft, sieht die Bevölkerung leiden und versucht den Menschen in ihrer Not zu helfen.
Moses Alkhassi von der griechisch-orthodoxen Kirche wird stellvertretend den Preis entgegen nehmen.
Weimar ehrt verschleppte syrische Bischöfe: Signal der Hoffnung für die christlichen Minderheiten im Nahen Osten
Als „Signal, das den Christen im Nahen Osten Hoffnung gibt“, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die Ehrung von zwei verschleppten syrischen Bischöfen mit dem Weimarer Menschenrechtspreis 2014 bezeichnet. Mit dieser international renommierten Auszeichnung werden zwei außergewöhnliche Menschen aus dem umkämpften Aleppo gewürdigt, die als Vermittler und Botschafter des Friedens unerschrocken im syrischen Bürgerkrieg ausgeharrt haben.
Papst Franziskus soll neue Impulse für den Frieden und den Erhalt der religiösen, ethnischen und kulturellen Vielfalt im Nahen Osten geben
Wenige Tage bevor Papst Franziskus in die Türkei reist, hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an das Oberhaupt der römisch-katholischen Kirche appelliert, sich beim türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan für den Erhalt der religiösen, ethnischen und kulturellen Vielfalt im Nahen Osten einzusetzen und neue Impulse für den Frieden in der Region zu geben.
Kulturwissenschaftler und GfbV-Bundesvorsitzender Feryad Fazil Omar beschuldigt die Türkei im Interview mit dem Deutschlandfunk, insgeheim auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) zu setzen – und zwar darauf, dass der IS die in Syrien entstandenen, kurdischen Autonomiegebiete zerschlägt. Auch fordert Omar einen Korridor für die kurdischen Flüchtlinge aus der Stadt Kobane.