Bei der Reise von Bundespräsident Steinmeier (30. Oktober bis 1. November) nach Tansania stehen die Aufarbeitung der kolonialen Verbrechen Deutschlands und die Stärkung der wirtschaftlichen Beziehungen im Mittelpunkt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat heute an den Bundespräsidenten Frank-Walter Steinmeier appelliert, sich bei seiner bevorstehenden Reise nach Tansania für die Rechte der Maasai einzusetzen. Seit Juni 2022 führt die Regierung Tansanias eine konzertierte Vertreibungskampagne gegen die Maasai durch. Aus zwei Gebieten sollen insgesamt 150.000 Menschen vertrieben werden, vorgeblich um den Naturschutz zu stärken.
Die tansanische Regierung lässt seit einigen Tagen keine Beobachtungs-Missionen mehr in den Ngorongoro-Nationalpark im Norden des Landes. Vor-Ort-Berichten zufolge eskaliert die Regierung die Gewalt gegen die Maasai, die sie von ihrer dortigen Heimat zu vertreiben versucht. Verhaftungen, Schikanen und Bedrohung am vergangenen Wochenende zeigen, warum die tansanische Regierung den Ngorongoro-Nationalpark seit der vergangenen Woche abgeriegelt hält.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker gratuliert dem Rechtsanwalt und Maasai-Aktivisten Joseph Moses Oleshangay zum Weimarer Menschenrechtspreis. Joseph Oleshangay kämpft seit seiner Jugend unter größtem persönlichem Risiko für die Rechte seines Volkes. Wir freuen uns sehr, dass die Jury des Menschenrechtspreises in Weimar dieses Engagement anerkennt.
Noch immer sind zwei Dutzend der ab dem 28. Juni 2022 verhafteten Massai im Gefängnis. Die Umstände ihrer Verhaftungen lassen politische Gründe für ihre fortdauernde Haft vermuten, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet. Die Verhaftungen fanden im Zuge der Proteste gegen die laufende Vertreibung zahlreicher Massai statt. Auf ihrem traditionellen Territorium soll ein luxuriöses Jagd-Ressort entstehen, vornehmlich für touristische Gäste aus Dubai.
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (22.6.)
Seit einigen Wochen vertreiben tansanische Sicherheitskräfte in Loliondo im Distrikt Ngorongoro Massai gewaltsam aus ihrer Heimat. 31 Menschen sollen bereits verletzt und eine Person davon getötet …
Die GfbV warnt vor einer Massenflucht aus Burundi, sollte sich die Menschenrechtslage nicht verbessern. In den vergangenen zwei Jahren sind bereits 380.000 Menschen aus Burundi geflohen, Foto: EU/ECHO/Anouk Delafortrie via Flickr
Burundi: Beginn der Friedensgespräche – Angst vor Genozid wird geschürt
Zum Auftakt von Friedensgesprächen für Burundi hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) mehr Aufmerksamkeit für die katastrophale Menschenrechtslage in dem ostafrikanischen Land gefordert. Die GfbV warf Burundis Regierung vor, die führenden Menschenrechtsorganisationen des mehrheitlich von Hutu bewohnten Landes systematisch mundtot gemacht zu haben und so die Angst vor einem Genozid zu schüren.
Dorfbewohner retten Albino-Mädchen in Malawi aus Händen von Entführern
Mutige Dorfbewohner haben in Malawi ein verschlepptes 12jähriges Albino-Mädchen aus den Händen ihrer Entführer gerettet. Dies berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen.
Vereinte Nationen müssen sich für mehr Schutz von Menschen mit Albinismus einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat den zurzeit in Genf tagenden Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen aufgefordert, sich für einen besseren Schutz von Menschen mit Albinismus einzusetzen.