Helmut Steckel und Ulrich Delius über die Ausstellung über tibetische Nomaden in Hamburg
Gemeinsam mit der Tibet Initiative Deutschland e.V. und dem Museum für Völkerkunde Hamburg hat die Gesellschaft für bedrohte Völker eine Ausstellung über Tibets Nomaden erstellt.
Helmut Steckel von der Tibet Initiative Deutschland, Regionalgruppe Hamburg, und Ulrich Delius von der Gesellschaft für bedrohte Völker stellen die Ausstellung vor.
Die Ausstellung zeigt das Leben, die Traditionen und die heutige Bedrohung der tibetischen Nomaden mit Fotos verschiedener Fotografen, ergänzt durch Alltagsgegenstände und Ritualobjekte aus der Tibet-Sammlung des Museums.
Hamburg soll sich für Freilassung von inhaftierten Menschenrechtlern in Partnerstadt einsetzen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und die Regionalgruppe Hamburg der Tibet Initiative Deutschland haben den Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg, Olaf Scholz, gebeten, sich für die Freilassung von zwölf jüngst in der chinesischen Partnerstadt Schanghai festgenommenen Menschenrechtlern einzusetzen. Ihr einziges Verbrechen war es, ihre in der chinesischen Verfassung festgeschriebenen Menschenrechte einzufordern.
Wirtschaft contra Menschenrechte? Menschenrechte sind kein Luxusgut
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat die einseitige Fokussierung auf einen Ausbau der Wirtschaftsbeziehungen zu China bei der morgen beginnenden Reise der Bundeskanzlerin in die Volksrepublik kritisiert. Menschenrechte sind kein Luxusgut, sondern notwendig, damit die Wirtschaft auch langfristig unter stabilen Bedingungen produzieren kann.
Reaktionen der Landespolitik auf Besuch des Dalai Lama (13.-16.5.) sind enttäuschend
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist enttäuscht über das geringe Interesse hessischer Landespolitiker am Besuch des Dalai Lama. „Schade, dass die meisten gewählten Volksvertreter kaum Zeit für den Dalai Lama haben oder ihn nur informell außerhalb ihrer Diensträume treffen. Denn das Interesse der hessischen Bürgerinnen und Bürger an Tibet ist sehr groß. Sonst würden sich nicht jedes Jahr mehr als 230 Städte und Gemeinden in Hessen an der Flaggenaktion zum Gedenken an den tibetischen Volksaufstand beteiligen“, erklärte der GfbV-Asienreferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen.
China feiert 120. Geburtstag von Staatsgründer Mao Tse-tung (26.12.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Chinas Feiern zum 120. Geburtstag des Staatsgründers Mao als „einseitig“ und „verherrlichend“ kritisiert. Maos Verbrechen wurden bei den Feiern ausgeblendet. Doch der Gründer der Volksrepublik ist nicht nur der Nationalheld Chinas, sondern auch ein Massenmörder, der den gewaltsamen Tod von rund 40 Millionen Menschen zu verantworten hat.
Folgt designierter deutscher Außenminister Camerons Beispiel? – Massive Zunahme von Verhaftungen in Tibet
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat vor einer weiteren Ausgrenzung von Menschenrechtsfragen in der China-Politik Europas gewarnt. Am Wochenende hatte die britische Tageszeitung „Guardian“ unter Berufung auf britische Regierungskreise berichtet, Premierminister David Cameron werde bei seiner China-Reise nächste Woche nicht den Tibet-Konflikt ansprechen.
Verfolgung in Tibet hält an – Kampf gegen Dalai Lama wird fortgesetzt
Ein Jahr nach Amtsantritt des neuen Generalsekretärs der Kommunistischen Partei Chinas, Xi Jinping, am 15. November 2012 zieht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine traurige Bilanz. Trotz vieler Reformversprechen hat sich die Tibet-Politik der chinesischen Regierung nicht verändert. Nach wie vor herrscht China in Tibet mit eiserner Faust.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Chinas Regierung vorgeworfen, einen neuen Mao-Kult zu fördern, statt endlich auch die Schattenseiten seiner Gewaltherrschaft aufzuarbeiten. Scharf kritisierte die Menschenrechtsorganisation die für Dezember 2013 geplanten aufwändigen Feiern zum 120. Geburtstag Maos. Während ein Viertel der Senioren Chinas unter der Armutsgrenze lebt und mehr als 260 Millionen Wanderarbeiter alltäglich um ihr Überleben kämpfen, leistet sich Chinas Führung eine pompöse Feier für einen Massenmörder.
Geschichte ist ein mächtiges Werkzeug. Wir können aus ihr lernen, sie kann der Stiftung von Identität und der Legitimation politischer Strategien dienen. Nicht selten jedoch unterscheidet sich die offizielle Geschichtsschreibung eines Landes von den Überlieferungen autochthoner Gemeinschaften.