Scharfe Kritik an Thomas Bach: IOC wurde zum „Steigbügelhalter“ von Wladimir Putin gemacht– Neues Memorandum zur Menschenrechtslage im Kaukasus vorgelegt
Scharfe Kritik hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees (IOC), Thomas Bach, geübt. Die in Göttingen ansässige Menschenrechtsorganisation warf Bach in einem offenen Brief vor, er habe das IOC zum „Steigbügelhalter“ von Wladimir Putin gemacht und die olympische Idee von Toleranz und Frieden verraten.
IOC-Präsident Bach soll vor Verschärfung der Menschenrechtslage warnen
Nach der Verhaftung von zehn tscherkessischen Aktivisten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees Thomas Bach appelliert, sich für eine Wahrung grundlegender Menschenrechte vor dem Beginn der Winterolympiade in Sotschi am 7. Februar 2014 einzusetzen. Wenige Wochen vor dem Start der olympischen Winterspiele zieht Russland offenbar die Daumenschrauben an.
Aus bedrohte völker_pogrom 276, 2/2013Angela Merkel nimmt tschetschenische Flüchtlinge auf, sie erhalten Land und Geld! Dieses Gerücht kursiert seit Anfang des Jahres 2013 in der Kaukasusrepublik u…
Russland: Putins fremdenfeindliche Nationalitätenpolitik schürt Gewalt gegen Minderheiten und Flüchtlinge
Die schweren Ausschreitungen von mehr als 1.000 Randalierern gegen Flüchtlinge und Migranten in Moskau sind nach Auffassung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) Ergebnis der fremdenfeindlichen Nationalitätenpolitik des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Seit seinem ersten Amtsantritt im Jahr 2000 hat Putin in demagogischer Manier pauschal die gesamte Bevölkerung des Nordkaukasus und Tschetscheniens für Terror und Gewalt verantwortlich gemacht und so auch den zweiten Tschetschenienkrieg begründet.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich auf, in der aktuellen Diskussion um die Aufnahme von Flüchtlingen in Deutschland sachlich zu bleiben. Die meisten Flüchtlinge, die in Deutschland Asyl beantragen, stammen aus der Russischen Föderation. Allein seit Januar 2013 sind 13.492 russische Staatsbürger, zumeist aus der Teilrepublik Tschetschenien, in Deutschland angekommen. Das sind keine Armutsflüchtlinge, Herr Minister!
„Putin ist ein lupenreiner Diktator, Frau Merkel!“ – GfbV erinnert an unerträgliche Menschenrechtssituation in Tschetschenien und Russland
Mit Transparenten wie „Putin ist ein lupenreiner Diktator, Frau Merkel!“, „80.000 Tote nicht vergessen – Putins Völkermord in Tschetschenien“ oder „Keine Waffen nach Syrien, Putin!“ wird die Gesellschaft für bedrohte Völker während der Eröffnung der Hannover Messe am kommenden Sonntag den russischen Präsidenten scharf kritisieren.
Mahnmal für die zwei Millionen 1945 vergewaltigten deutschen Frauen gefordert
Ein würdiges Mahnmal für die zwei Millionen nach Kriegsende 1945 vergewaltigten deutschen Frauen hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des internationalen Frauentages (8.3.) gefordert. Es ist höchste Zeit, für die Opfer dieses furchtbaren Verbrechens der Roten Armee eine Gedenkstätte zu errichten, an der aber auch an die Opfer von Massenvergewaltigungen anderer Kriege oder Bürgerkriege wie in Bosnien oder Darfur erinnert wird.
Memorandum: 69. Jahrestag der Deportation der Tschetschenen
Für Tschetschenen und Inguschen erinnert der 23. Februar jedes Jahr an ihre kollektive Deportation nach Sibirien und Zentralasien durch die stalinistische Rote Armee 1944. Ein Drittel der Verschleppten kam dabei ums Leben. Erst nach dem Tod Stalins und der Geheimrede Nikita Chrustschows 1953 wurden die Tschetschenen rehabilitiert und kehrten nach und nach in ihre Heimat zurück. Das Trauma der Deportation lebt unter den Tschetschenen fort. Heute jedoch werden die Folgen der Kriege 1994-1996 und ab 1999 als schlimmer angesehen als die Folgen der Deportation.
Tschetschenen klagen: „Die Folgen der Kriege seit 1994 sind schlimmer als die Folgen der Deportation 1944“
Nach knapp 20 Jahren Krieg, Bürgerkrieg und schließlich autoritärer Gewaltherrschaft unter Präsident Ramzan Kadyrow leidet die tschetschenische Zivilgesellschaft sehr unter Gewalt, Willkür, Angst und Straflosigkeit.