Die Menschenrechtsorganisation Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist trotz der bevorstehenden „historischen Erklärung“ von PKK-Gründer Abdullah Öcalan nicht optimistisch, dass es zwischen den Kurden und der türkischen Regierung zu ernsthaften Friedensverhandlungen kommen wird.
Anlässlich der Türkei-Reise von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an das deutsche Staatsoberhaupt, sich während seines Besuchs für Frieden zwischen dem türkischen Staat und den Kurden einzusetzen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt das Vorhaben des Chefanklägers des Internationalen Strafgerichtshofs (IStGH), Karim Khan, die Kriegsverbrechen des gestürzten Diktators Baschar al-Assad in Syrien zu untersuchen und fordert eine umfassende Untersuchung aller Verbrechen – auch die des neuen Machthabers Ahmed al-Scharaa (Abu Mohammed al-Golani).
Vor dem Türkei-Besuch von Annalena Baerbock fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesaußenministerin auf, sich bei Deutschlands NATO-Partner Türkei für ein Ende aller völkerrechtswidrigen Angriffe auf Kurden und andere Volksgruppen in Nordsyrien einzusetzen.
Drohender türkischer Angriff auf Städte in Nordsyrien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ruft die deutsche Bundesregierung und die EU dazu auf, den türkischen Machthaber Recep Tayyip Erdoğan davon abzuhalten, einen Großangriff auf die nordsyrischen Städte Kobani und Raqqa zu starten, die unter Kontrolle der von Kurden angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) stehen.
Nach dem Sturz der Assad-Diktatur warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor dem Entstehen einer „Islamischen Republik“ in Syrien. „Die neuen Machthaber Syriens geben sich in den ausländischen Medien zwar moderat, es gibt jedoch bereits viele Zeichen, dass sie ihre Versprechen nicht halten. Überall in Syrien werden Imame, Mullahs und sunnitisch-islamische „Gelehrte“ mit staatlichen Aufgaben betraut. Sollte in Syrien eine „Islamische Republik“ entstehen, wird das dramatische Folgen für Minderheiten und Frauen haben“, warnt der Nahostreferent der GfbV, Dr. Kamal Sido, heute in Göttingen.
Bundesregierung blockiert humanitäre Hilfe für Nordsyrien
Angesichts des neu aufgeflammten Bürgerkriegs in Syrien und des Vormarsches der von der Türkei unterstützten Islamisten hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) das Auswärtige Amt erneut aufgefordert, seine Blockadepolitik gegenüber humanitärer Hilfe für die von den Syrischen Demokratischen Kräften (SDF) kontrollierten Gebiete im Norden und Nordosten Syriens aufzugeben.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker und der Bund der Alevitischen Jugendlichen in Deutschland laden am kommenden Wochenende zu zwei Lesungen. Die beiden jungen Schriftsteller Hıdır Eren Çelik wird Poesie und Prosa vortragen und Farhad Asilo liest aus seinem autobiografischen Werk „Der Tag, an dem meine Kindheit endete“. Wir laden Sie herzlich ein, die Lesungen zu besuchen und darüber zu informieren.
Minderheiten und Indigene Völker weltweit sind in tiefer Sorge über die Konsequenzen des voraussichtlichen Wahlsiegs von Donald Trump, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker heute in Göttingen berichtet. Gerade die Schwächsten der Schwachen, Angehörige von Minderheiten, Indigene Völker, von Krieg, Hunger und Gewalt Betroffene, blicken zurecht mit größter Sorge auf eine Präsidentschaft unter Donald Trump.