Türkische Angriffe auf syrisch-kurdische Stellungen
Nach Angriffen des türkischen Militärs auf kurdische Stellungen in Syrien hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Montag Deutschland und die Regierungen aller NATO-Mitgliedsstaaten dazu aufgefordert, den NATO-Partner Türkei zu einer friedlichen Lösung für Syrien verpflichten.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat der türkischen Regierung am Montag vorgeworfen, sich nicht nur gegenüber den an der Grenze zu Syrien im Freien und in der Kälte ausharrenden syrischen Flüchtlingen aus Aleppo inhuman zu verhalten.
Im Südosten der Türkei haben die Spannungen zwischen der kurdischen PKK und dem türkischen Militär auch Auswirkungen auf Assyrer und Aramäer. Wir stellen die christliche Minderheit vor.
Deutsch-türkische Regierungskonsultationen in Berlin: Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt (12:30 Uhr – 22.01.)
Mit einer Mahnwache vor dem Bundeskanzleramt wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Freitag (22.01.16, von 12.30 bis 14:30 Uhr) an Bundeskanzlerin Angela Merkel appellieren, die türkische Regierung dazu zu drängen, den Dialog mit Kurden wiederaufzunehmen und die Grenze nach Syrien für Hilfslieferungen zu öffnen.
Eine Straßenszene in der türkischen Stadt Kilis während des Wahlkampfs 2011. Foto: Adam Jones via Flickr
Neuwahlen in der Türkei
Am 1. November 2015 finden in der Türkei erneut Parlamentswahlen statt. GfbV-Nahostreferent Kamal Sido spricht über die Situation vor den Wahlen, die Ziele der verschiedenen Parteien, die Beteiligung der ethnischen und religiösen Minderheiten und die Bedeutung des Wahlausgangs für den Bürgerkrieg in Syrien.
Gerechte Flüchtlingspolitik für alle Schutzsuchenden angemahnt
Menschenrechtler mahnen gerechte Flüchtlingspolitik für alle Schutzsuchenden in Deutschland und politischen Willen zur Bekämpfung von Fluchtursachen an.
Verhaftung von kurdischem Politiker Abdullah Demirbas verstärkt Spannungen im Südosten der Türkei
Die türkische Regierung ließ im zentralen Bezirk Sur in Diyarbakir gewählte Vertreter der Kurden festnehmen, unter ihnen der populäre ehemalige Bürgermeister Abdullah Demirbas.
Seit gestern Abend, 19 Uhr, gilt in der mehrheitlich kurdischen Stadt Cizîra Botan (Cizre)im Südosten der Türkei nach einem tödlichen Bombenanschlag und erneuten Schusswechseln wieder eine Ausgangssperre – nachdem eine erste Ausgangssperre erst am Samstag nach acht Tagen aufgehoben worden war.