Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (25.3.)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) unterstützt die Menschenrechtsaktion der in Berlin lebenden Kurden aus Afrin und ihrer Freunde gegen die willkürliche Gewalt der Türkei und ihrer islamis…
Einladung zur Menschenrechtsaktion in Berlin (16.3.)
Im Vorfeld des fünften Jahrestages der völkerrechtswidrigen Besetzung der nordsyrischen Kurdenregion Afrin am 18. März 2018 durch das NATO-Mitglied Türkei veranstaltet die Gesellschaft für bedrohte Völker eine Mahnwache vor dem Auswärtigen Amt in Berlin. Dazu laden wir Sie herzlich ein.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist enttäuscht vom Umgang des Bundespräsidialamtes mit der Gedenkveranstaltung für die Erdbebenopfer in der Türkei und Syrien. Die Kurdische Gemeinde Deutschland wurde von der Veranstaltung ausgeschlossen.
Das Golfemirat Katar will die ethnische Säuberung der nordsyrischen kurdischen Region Afrin durch die Türkei unterstützen, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker berichtet. Vor wenigen Tagen besuchte der katarische Botschafter in der Türkei Dschindires, etwa 20 Kilometer südwestlich von Afrin-City. Er kündigte an, an der Stelle von der vom Erdbeben zerstörten Kleinstadt eine neue Stadt mit dem Namen „Madinat Al Karama“ zu errichten.
Alevitische Gemeinden in Pazarcik und Elbistan im Südosten der Türkei beklagen systematische Diskriminierung bei Hilfsgütern, Nothilfen und der Bergung von Erdbebenopfern, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker unter Berufung auf alevitische Quellen berichtet.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert erneut die Öffnung aller Grenzübergänge aus der Türkei nach Nordsyrien, insbesondere nach Afrin. Hilfsorganisationen, Medienschaffende und unabhängige Beobachtungsmissionen müssten uneingeschränkten Zugang zu allen Betroffenen im Katastrophengebiet bekommen. Forderungen an das Assad-Regime in Damaskus sind dabei nutzlos. Es kontrolliert die Grenze nicht. Nur die Türkei kann Hilfslieferungen durchlassen oder blockieren.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker ist tief besorgt über türkische Versuche, die Erdbebenkatastrophe für ihre politischen Ziele zu missbrauchen. Betroffene vor Ort berichten , dass islamistische Söldner im Auftrag der Türkei Hilfsgüter beschlagnahmen und gezielt von kurdischen Siedlungen fernhalten.
Das Erdbeben in der Türkei und Syrien hat dem Maydanki-Staudamm bei Afrin weitere schwere Schäden zugefügt. Der Staudamm bei Afrin wurde bereits vor fünf Jahren durch türkische Luftangriffe während der völkerrechtswidrigen Invasion in die kurdische Region beschädigt.
Das schwere Erdbeben der vorvergangenen Nacht hält die Türkei nicht davon ab, kurdisch kontrollierte Gebiete in Nordsyrien zu bombardieren, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker am heutigen Dienstag in Göttingen kritisiert. Gegen Mitternacht griff die Türkei das vom Beben betroffene Umland von Tal Rifaat an. In der Gegend nördlich von Aleppo haben kurdische Vertriebene aus der Region Afrin Zuflucht gefunden.