Sanktionen in Hoffnung auf Handelsvertrag zurückgehalten:
• „Verbrechen gegen die Menschlichkeit sind keine Handelsware“
• Weiter keine Sanktionen durch die EU oder muslimische Staaten
• Wirtschaftliche Interessen bekommen erneut Vorrang vor Menschenrechten
Proteste gegen Rassismus gegenüber indigenen Völkern
Indigene Völker leiden weltweit unter Ausgrenzung und Diskriminierung
Menschenrechtsorganisation fordert mehr Initiativen im Kampf gegen Rassismus an Indigenen
• Native Americans bei Hilfpaketen übersehen
• Hälfte aller Corona-Toten in New Mexico Indigene
• Lakota in South Dakota regulieren Zugang zum Reservat – Gouverneurin klagt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat wegen des Coronavirus vor einer humanitären Katastrophe in Afghanistan gewarnt. Allein in der letzten Woche seien 53.000 afghanische Geflüchtete überstürzt aus dem Iran in ihre Heimat zurückgekehrt, weil sie eine Ansteckung durch COVID-19 befürchteten, erklärte die Menschenrechtsorganisation am Sonntag in Göttingen.
Ein kurdischer Bauer im Nordosten von Syrien, in direkter Nachbarschaft von Idlib. Foto: Sido/GfbV (2015)
Al-Baghdadi in Idlib
Abu-Bakr al-Baghdadi, der Anführer des sogenannten Islamischen Staates (IS), lebte offenbar monatelang unbehelligt in der Region Idlib, direkt an der Grenze zur Türkei. „Idlib steht seit Jahren unter Kontrolle der türkischen Armee und mit ihr verbündeter islamistischer Milizen“, erinnert Kamal Sido, Nahostexperte Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Wenn der sogenannte Islamische Staat wieder erstarkt, können viele tausend in Nordostsyrien festgesetzte Kämpfer nach ihrer Freilassung Terror in Europa verbreiten. Niemand erwarte ernsthaft, dass die Türkei die Kämpfer des IS für ihre Verbrechen strafrechtlich belangen werde, warnte die Menschenrechtsorganisation. Bild: Syrisches Flüchtlingslager Al Hol. GfbV/2019
Geplante türkische Militärintervention in Syrien
Terrorgefahr durch freikommende IS-Kämpfer:
• Wenn die Türkei angreift, können die SDF die Gefangenenlager nicht mehr sichern
• GfbV fordert Sondersitzung des Weltsicherheitsrates
• Internationale Initiative zum Umgang mit inhaftierten Terroristen und ihren Familien nötig
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert eine Sondersitzung des Weltsicherheitsrates, um die Türkei vor den dramatischen Folgen einer Militär-Intervention in Syrien zu warnen. „Eine Offensive der Türkei würde nicht nur Frieden und Stabilität in Syrien in weite Ferne rücken lassen, sie wäre auch eine ernste Gefahr für Europa“, erklärte GfbV-Direktor Ulrich Delius am Mittwoch in Göttingen.
Indigene Völker sind oft die ersten, die unter den dramatischen Folgen des Klimawandels zu leiden haben. Der Schamane Alexander Gabyshev (Foto) wurde im September 2019 verhaftet, als er zu Fuß von Sibirien nach Moskau lief, um "negative Geister" bei Präsident Putin auszutreiben. Die viel beachtete Verzweiflungstat sei ein Hilferuf, der deutlich die katastrophale Lage der indigenen Völker in Sibirien zeige. Bild: Ybelov via Wikimedia (CC BY-SA 4.0)
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat eine stärkere Berücksichtigung indigener Völker in der Klima-Forschung gefordert. „Forschungsprogramme zum Klimawandel müssen inklusiver sein und auch das Wissen indigener Völker mehr berücksichtigen. Denn sie erleben schon seit Jahren die Folgen des Klimawandels“, erklärte der GfbV-Direktor Ulrich Delius am Freitag in Göttingen.
Angesichts des drohenden Einmarsches türkischer Truppen in den kurdisch verwalteten Nordosten Syriens appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Berlin mit einer Mahnwache nahe der amerikanischen Botschaft an US-Präsident Donald Trump, die Kurden keinesfalls im Stich zu lassen. Foto: fleno.de via Flickr CC BY-SA 2.0
Afrin in Nordsyrien ein Jahr unter türkischer Besatzung – Mahnwache vor US-Botschaft und Appell-Übergabe
Angesichts des drohenden Einmarsches türkischer Truppen in den kurdisch verwalteten Nordosten Syriens appelliert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Donnerstag in Berlin mit einer Mahnwache nahe der amerikanischen Botschaft an US-Präsident Donald Trump, die Kurden keinesfalls im Stich zu lassen.
Die Sentinelesen zählen zu vier kleinen Gruppen indigener Völker, die seit rund 60.000 Jahren auf den Andamanen leben. Indien hat schon in den 50er-Jahren strenge Schutzbestimmungen erlassen, die jedoch immer wieder von Touristen missachtet werden.
Bild: Ana Raquel S. Hernandes CC BY-SA 2.0
Andamanen: Verantwortung für Tod des US-Bürgers nicht umkehren!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) bedauert den tragischen Tod eines US-Missionars auf den Andamanen, warnt jedoch gleichzeitig nachdrücklich davor, nun ausschließlich die indigenen Insel-Bewohner für den gewaltsamen Tod verantwortlich zu machen.