Alle neun strategischen Partner Deutschlands verletzen Pressefreiheit massiv – Bundesregierung muss sich stärker für unabhängige Berichterstattung engagieren
Zum Welttag der Pressefreiheit hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) die deutsche Bundesregierung aufgefordert, sich engagierter für die Beachtung der Pressefreiheit in ihren strategischen Partnerländern sowie in Schwerpunktländern deutscher Entwicklungs- oder Ausbildungshilfe einzusetzen.
Nach Folter und erpressten Geständnissen 13 Bürgerrechtler verurteilt
Die Verurteilung von 13 Bürger- und Menschenrechtlern zu Haftstrafen zwischen fünf und neun Jahren in Phnom Penh hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag als „politisch motivierte Willkürjustiz“ scharf kritisiert. Als belastende Beweise gegen die Männer, unter ihnen sechs Angehörige der Khmer-Krom-Minderheit, waren größtenteils erpresste Dokumente vorgelegt worden.
Buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit wurden verhaftet und eingeschüchtert
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat bei der Regierung Kambodschas gegen schwere Übergriffe der Sicherheitskräfte auf buddhistische Mönche der Khmer Krom-Minderheit bei den Demonstrationen der streikenden Textilarbeiter protestiert. Fünf Mönche, die der aus Vietnam stammenden ethnischen Minderheit angehören, sind bei den Demonstrationen in der Hauptstadt Phnom Penh am 2. Januar 2014 gezielt von den Sicherheitskräften herausgegriffen und misshandelt worden.
Appell an neue Bundesregierung: Keine Leisetreterei bei Menschenrechten
Zum Tag der Menschenrechte hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die neue Bundesregierung appelliert, engagiert für Menschenrechte gerade auch in strategischen Partnerländern Deutschlands einzutreten. Menschenrechte sind unteilbar und gelten auf der ganzen Welt – auch in Russland, China, Vietnam, der Türkei und dem Iran.
Vietnam schränkt Religionsfreiheit mit neuem Dekret weiter ein
In Vietnam wird die Religionsfreiheit im kommenden Jahr noch weiter eingeschränkt. Wenn am 1. Januar 2013 das umstrittene Dekret 92 in Kraft tritt, haben die Behörden noch mehr Handhabe, religiöse Gemeinschaften willkürlich an ihrer Glaubensausübung zu hindern.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) organisiert am frühen Donnerstagabend in der Göttinger Innenstadt vor der Jacobikirche eine Lichtermahnwache unter dem Motto „Für Religionsfreiheit. Weltweit“. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Menschenrechtsorganisation informieren dort über die Situation verfolgter Glaubensgemeinschaften.
Deutschlands strategische Partner sind Feinde der Menschenrechte – Saudi-Arabiens Wahhabiten säen Terror
Die Einschätzung von Bundeskanzlerin Angela Merkel von Montagabend in den ARD-Tagesthemen, ein Verkauf deutscher Panzer an Saudi-Arabien sei durch die strategische Partnerschaft mit diesem Land und seiner Bedeutung für Stabilität am Persischen Golf gerechtfertigt, ist bei der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen auf scharfe Kritik gestoßen.
Rösler soll sich in Hanoi für Freilassung von inhaftierten Bloggern und für mehr Internetfreiheit einsetzen
Bundeswirtschaftsminister Philipp Rösler soll sich in Hanoi für die Freilassung von inhaftierten Bloggern und für mehr Internetfreiheit in Vietnam einsetzen. Diesen Appell hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an den Minister zum Auftakt seines Besuches in dem südostasiatischen Staat gerichtet.
Langjährige Haftstrafe für Mennoniten-Pastor in Berufungsverfahren bestätigt
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat Vietnam vorgeworfen, systematisch die Religionsfreiheit zu verletzen. So wurde am Dienstag in einem Berufungsverfahren die elfjährige Haftstrafe für den Mennoniten-Pastor Nguyen Cong Chinh bestätigt. Der 43 Jahre alte Pastor war im März 2012 wegen „Untergrabung der nationalen Einheit“ zu der langjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden.