ILO-Konvention 169
# Hintergrund
Die Adivasi (Hindi: erste Menschen) sind die Ureinwohner Indiens. Sie wurden seit 1500 v. Chr. von indogermanischen Nomadenvölkern in die unzugänglichen Wald- und Bergregionen des Landes verdrangt. Der indische Wirtschaftsboom droht sie nun aber auch aus diesen an Bodenschätzen reichen Gebieten zu vertreiben. Die Adivasi pflegen eine spirituelle Beziehung zu ihrem Land und wirtschaften daher angepasst an ihre jeweilige Umwelt, um so ausschließlich ihre unmittelbaren Lebensbedürfnisse befriedigen zu können. Gegenwärtig leben 82,54 Mio. Adivasi in Indien. Sie stellen 8,2 Prozent der Bevölkerung. Ihr Hauptsiedlungsgebiet sind die Bundesstaaten Zentralindiens, der sogenannte „Tribal Belt“
(bestehend aus den Bundesstaaten Madhya Pradesh, Chattisgarh, Maharashtra, Orissa, Jharkhand and Gujarat). Obwohl die indische Verfassung ihnen besondere Rechte gewährt, werden sie nach wie vor oft als minderwertig betrachtet und diskriminiert. 90 Prozent der Adivasi leben unterhalb der Armutsgrenze.
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