Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt die Stellungnahme des Menschenrechtsausschusses im Kosovo (The Human Rights Advisory Panel/HRAP), in der empfohlen wird, dass sich die Vereinten Nationen (UN) bei Angehörigen der Roma, Aschkali und Ägypter entschuldigen sowie sie entschädigen sollen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker wird am kommenden Mittwoch mit Unterstützung der beiden Europa-Parlamentarierinnen Soraya Post (Schweden) und Cornelia Ernst (Deutschland) in Räumlichkeiten des Europäischen Parlaments in Brüssel ihren Bericht über die katastrophalen Folgen der Zwangsrückführung von Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter in den Kosovo vorstellen.
Sowohl die westeuropäische Rückführungspolitik als auch die Wiedereingliederungspolitik im Kosovo zwingen Tausende Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter in einen fortwährenden Migrationskreislauf. Sie finden in Europa buchstäblich keinen Platz zum Bleiben.
Westbalkan-Länder nicht zu sicheren Herkunftsstaaten erklären!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV) ruft die Europäische Kommission dazu auf, den Kosovo, Albanien und Montenegro nicht zu „sicheren Herkunftsländern“ zu erklären, da diese Generalisierung für Roma, Aschkali und Balkan-Ägypter nicht zutrifft.
Gesellschaft für bedrohte Völker fordert Abschiebestopp für Flüchtlingsfamilien mit in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Kindern
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) fordert einen Abschiebestopp für Flüchtlingsfamilien mit in Deutschland geborenen oder aufgewachsenen Kindern. „Unsere Politiker und Behörden waren in den vergangenen Jahren dafür verantwortlich, dass tausende von Flüchtlingskindern aus ihrer vertrauten Umgebung, ihrer Schule, ihrem Freundeskreis hier in Deutschland gerissen und in eine ungewisse Zukunft in den Herkunftsländern ihrer Eltern geschickt wurden“, kritisierte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Donnerstag in Göttingen anlässlich des Weltflüchtlingstages (20.6.) und mahnte: „Jedes einzelne dieser Schicksale ist eine Tragödie, die wir hätten vermeiden können!“
„Fassen Sie sich ein Herz, Frau Bundeskanzlerin!“ — Bleiberecht für Kinder der Roma aus dem Kosovo gefordert
„Fassen Sie sich ein Herz, Frau Bundeskanzlerin! Geben Sie „unseren“ Roma-Kindern eine Zukunft in Deutschland!“ Mit diesem gemeinsamen Appell für ein Bleiberecht der in Deutschland aufgewachsenen oder hier geborenen Kinder der Roma aus dem Kosovo haben sich die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der Zentralrat Deutscher Sinti und Roma sowie die Roma-Jugendorganisation Amaro Drom anlässlich des internationalen Roma-Tages am 8. April an Angela Merkel gewandt.
Deutschland muss Entgiftung der Roma-Flüchtlinge aus dem Lager „Osterode“ gewährleisten
Nach der Auflösung des letzten bleiverseuchten Flüchtlingslagers im Norden des Kosovo hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag von der Bundesregierung verlangt, umgehend für eine medizinische Behandlung der ehemaligen Lagerinsassen zu sorgen. Es muss sofort ein Ärzteteam entsandt werden, das die Flüchtlinge auf Schwermetallvergiftung untersucht und sie zur Therapie in deutsche Krankenhäuser bringt.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker appelliert an die Innenminister: Schluss mit den Abschiebungen von hier geborenen oder aufgewachsenen Flüchtlingskindern!
Um 15.000 sank die Zahl der in Deutschland geborenen Kinder im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr. Eine verhängnisvolle Entwicklung – nach Ansicht vieler Unternehmer und Ökonomen – wird von Jahr zu Jahr dramatischer. „Deutschland stirbt aus“ titelten erste Blätter. Gleichzeitig droht nach Schätzung der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) etwa 60.000 Menschen, darunter rund 15.000 heute ganz überwiegend deutschsprachigen Kindern mit Flüchtlingshintergrund, die Abschiebung.
Rund 180 Repräsentanten vieler Minderheiten aus ganz Europa, politische Entscheidungsträger und Bürgerrechtler diskutierten auf dem Kongress europäischer Minderheiten (1.-4.06.2011) über Möglichkeiten, ihre Identität und Kultur zu bewahren. Der Kongress wurde in Kooperation mit der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) durchgeführt. Für einen der Schwerpunkte des Kongresses – die Verbesserung der Lage der Roma – erstellte die GfbV ein Positionspapier, das Sie bei „weiterlesen“ herunterladen können.