Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einem neuen Krieg des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den von Kurden, aber auch von christlichen Assyrern/Chaldäern/Aramäern, Armeniern und Yeziden bewohnten Nordosten Syriens. Foto: Brookings Institution via Flickr CC BY-NC-ND 2.0
Nordost-Syrien: Neuen Krieg der Türkei gegen Kurden verhindern!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einem neuen Krieg des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan gegen den von Kurden, aber auch von christlichen Assyrern/Chaldäern/Aramäern, Armeniern und Yeziden bewohnten Nordosten Syriens.
Tausende Kurden wurden vom türkischen Militär getötet, mindestens 3000 verschleppt. Etwa 250.000 Kurden, Yeziden, Aleviten und Christen ergriffen die Flucht.
Bild: GfbV
Abgesagt: Mahnwache vor dem US-Konsulat in Düsseldorf: Kein Blankoscheck für Erdogan!
Erdogan und seine regionalen und internationalen Unterstützer versuchen die schweren Menschenrechtsverletzungen und Kriegsverbrechen des türkischen Militärs und der islamistischen Söldner in Afrin auszublenden und sich als Stabilitätsfaktor darzustellen.
Die assyrisch-aramäischen und armenischen Gemeinden in Jazira fühlen sich durch einen in den sozialen Medien kursierenden Erlass der Verwaltung, ihre privaten und kirchlichen Schulen in der Provinz Al-Hasaka umgehend „registrieren“ zu lassen, unter Druck gesetzt. Bild: Russell Watkins/Department for International Development via Flickr [Symbolbild]
Christen fürchten Schließung ihrer Schulen in Nordsyrien
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) und der Zentralverband der assyrischen Vereinigungen in Deutschland und Europäische Sektionen (ZAVD) haben an die kurdisch dominierte autonome Selbstverwaltung der nordsyrischen Region Jazira appelliert, christlichen Privatschulen in der Provinz Al-Hasaka keine neuen Lehrpläne aufzuzwingen.
Beim aktuellen Einmarsch werden die türkischen Bodentruppen von Dschihadisten-Milizen begleitet, die sowohl in ihrer Handlung als auch in ihrer Agitation eine existenzielle Bedrohung für diverse religiöse und ethnische Minderheiten in dieser Region darstellen.
Kein Waffen-Deal mit der Türkei!
Frau Merkel, Herr Schulz, Herr Seehofer, sprechen Sie sich gegen die Waffenlieferungen an die Türkei und alle anderen Parteien im Syrien-Konflikt aus.
Es ist wichtig, dass die Erinnerung an die Opfer dieses Völkermordes, der 1915 begann, wachgehalten und die Menschen in Deutschland über die leidvolle Geschichte der Armenier und Assyrer/Aramäer/Chaldäer informiert werden. Foto: Wikimedia Commons
Appell an Städtetag: Erinnerung an den Völkermord an den Armeniern wachhalten
Anlässlich des Treffens des Präsidiums und des Hauptausschusses des Deutschen Städtetages am kommenden Mittwoch (15.11.) in Berlin hat die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an die Präsidentin des Verbandes, Eva Lohse, appelliert, anzuregen, dass in möglichst vielen Städten Gedenktafeln für die im Osmanischen Reich ermordeten Vorfahren der in Deutschland lebenden armenischen und assyrisch-aramäischen Christen angebracht oder Gedenkstätten errichtet werden.
In Kirkuk, Tuz Churmatu sowie in anderen Ortschaften im Nordirak, die von der irakischen Armee und Milizen eingenommen worden sein, soll es zu sexuellen Misshandlungen von kurdischen Frauen gekommen sein. Foto: Nedim Yilmaz via Flickr [Symbolbild]
Irak: Soldaten und Milizionäre sollen kurdische Frauen sexuell missbraucht haben
Nach dem Bekanntwerden von Berichten über gezielte sexuelle Gewalt irakischer Soldaten und Milizionäre gegen kurdische Frauen fordert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) eine Untersuchung der schweren Vorwürfe.
Das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche, der Patriarch von Babylon Louis Raphaël I. Sako bei einer von der GfbV-Sektion Kurdistan/Irak organisierten Konferenzen in Kirkuk. Foto: GfbV
Irak: Christen und Yeziden droht neue Islamisierungsgefahr durch schiitische Milizen
Angehörigen religiöser Minderheiten wie Christen und Yeziden droht in einigen nordirakischen Regionen neue Islamisierungsgefahr, nachdem irakische Truppen und schiitische Milizen dort in die Provinz Kirkuk und andere Gebiete einmarschiert sind, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV).
Syrisches Flüchtlingslager in Erbil. Mindestens zwei Millionen Flüchtlinge sowie vertriebene Yeziden und Christen aus dem nordirakischen Sinjar und der Ninive-Ebene haben in Irakisch-Kurdistan Zuflucht gefunden. Foto: Mustafa Khayat via Flickr
Irak: Kampf um Kirkuk könnte neue Fluchtbewegung auslösen
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) hat nach dem Vorrücken der irakischen Armee und schiitischer Milizen in die bisher von Kurden gehaltene multiethnische und multireligiöse Stadt Kirkuk eine diplomatische Initiative der deutschen Bundesregierung und der EU-Regierungen gefordert, um die Lage im Nordirak zu beruhigen.