Unterstützt von der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), der Islamischen Gemeinschaft Hannover e.V. und der Bosniakischen Diaspora Kosovos in Deutschland, wird die Initiative der Bosniakischen Kulturgemeinschaft Hannover e.V. am 16. Jahrestag des Srebrenica-Massakers der Opfer dieses Völkermordverbrechens in Bosnien gedenken.
Ein gerechtes Urteil für Überlebende des Völkermordes in Srebrenica
Die Gesellschaft für bedrohte Völker begrüßt gemeinsam mit Betroffenen aus der ehemaligen sogenannten UN-Schutzzone Srebrenica das gestrige Urteil (5. Juli) des Den Haager Berufungsgerichts zum ersten Zivilprozess von Srebrenica-Überlebenden gegen die niederländische Regierung.
Die Verantwortung für den gescheiterten Schutz für die Opfer des Völkermords von Srebrenica
In Erwartung des Urteils des niederländischen Berufungsgerichts am 5. Juli 2011 um 10.00 Uhr über die Berufung der Überlebenden des Genozids im Zusammenhang mit ihrer Zivilklage gegen den niederländischen Staat (Paleis van Justitie, Prins Clauslaan 60, 2500 Den Haag).
Srebrenica: Noch fehlen die sterblichen Überreste von mindestens 1.372 Knaben, Frauen und Männern. Mladic soll endlich Auskunft über die Lage aller noch unbekannten Massengräber geben!
Für die Gesellschaft für bedrohte Völker International (GfbV-Int.) appellierte deren Gründer Tilman Zülch dringend an das UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag (ICTY), den ehemaligen Oberbefehlshaber der serbischen Truppen in Bosnien-Herzegowina schnellstmöglich zur Auskunft über die Lage aller noch unbekannten Massengräber zu bewegen. Nach Angaben des bosnischen ‚Instituts zur Erfassung von Kriegs- und Völkermordverbrechen’ in Sarajevo waren 22.952 Personen freiwillig oder ‚gezwungen’ am Töten, Transportieren oder Verscharren der Ermordeten oder an der Militäraktion gegen Srebrenica beteiligt.
Gesellschaft für bedrohte Völker stellte Gericht tausende Zeugenaussagen zur Verfügung
Der Prozess gegen den „Schlächter von Srebrenica“, Ratko Mladic, vor dem Kriegsverbrechertribunal in Den Haag kann sofort beginnen. Die Göttinger Menschenrechtsorganisation „Gesellschaft für bedrohter Völker“ (GfbV) hat dem Gericht mehrere tausend Aussagen von Zeugen zugesandt, die während und nach dem Bosnienkrieg in Göttingen und Bosnien gesammelt wurden und jetzt entscheidende Beweise für die Klage gegen Mladic sind.
Srebrenica-Mörder trägt auch Mitschuld für Konzentrationslager, Massenvergewaltigungen und andere Kriegsverbrechen
Zur Festnahme des international gesuchten Kriegsverbrechers Ratko Mladic in Serbien am heutigen Donnerstag erklärt der Präsident der Gesellschaft für bedrohte Völker International, Tilman Zülch:
„Mit Ratko Mladic ist der Letzte der drei Hauptverantwortlichen für den Völkermord an den bosnischen Muslimen festgenommen worden. Mit seinem Namen wird für alle Zeit die Massenerschießung von 8.372 Knaben und Männern in der ostbosnischen Drina-Stadt Srebrenica verbunden sein…
General Jovan Divjak – Der Retter Sarajevos freigelassen – auf Kaution
Im Namen des serbischen Chauvinismus wurde Bosnien militärisch angegriffen, zerstört und geteilt. Bosnische Kinder, Frauen und Männer wurden zu Zehntausenden verwundet, vergewaltigt, in Lager gesperrt oder massakriert. Über zwei Millionen Menschen wurden zu Flüchtlingen oder Vertriebenen.
Schande für Europa! Österreich muss Retter von Sarajevo sofort freilassen!
Aufgrund eines serbischen Haftbefehls wurde der Retter Sarajevos, General a.D. Jovan Divjak, Träger des Victor-Gollancz-Preises 2008 der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV), am Donnerstagabend von österreichischer Polizei festgenommen. Er befindet sich in Untersuchungshaft.