28. Jahrestag des Massakers von Srebrenica (11.7.)
28 Jahre nach dem Völkermord in Srebrenica ab dem 11. Juli 1995 werden die Verbrechen des Bosnien-Krieges in weiten Teilen Bosnien und Herzegowinas weiter nicht anerkannt. In der serbisch dominierten „Republika Srpska“ grassiert die Genozid-Leugnung trotz Verbot weiter, verurteilte Täter werden als Helden verehrt. So wird auch die diesjährige Gedenkveranstaltung in Srebrenica in einer Atmosphäre der Leugnung stattfinden. Weitere 30 Opfer werden von ihren Familien auf dem Friedhof in Potočari zu Grabe getragen.
Die Gesellschaft für bedrohte Völker fordert einen sofortigen Stopp des Baus eines Museums auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Heliodrom in Mostar (Bosnien und Herzegowina). Die kroatisch-nationalistische Partei HDZ möchte dort verurteilten Mördern huldigen und damit die Opfer verhöhnen. Das würde Öl ins Feuer der schwelenden Konflikte gießen und den schwierigen Aussöhnungsprozess in Bosnien unnötig behindern.
Die Sektion Bosnien und Herzegowina der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Die Sektion wurde gegründet, um die Verbrechen des Bosnien-Krieges aufzuarbeiten und eine Aussöhnung zwischen den Menschen verschiedener Ethnien auf dem Westbalkan zu erleichtern.
Wir sind bestürzt über die Podcastfolge „Sack Reis“ (SWR) vom 24. März, den anschließenden Umgang vonseiten des Senders mit der berechtigten Kritik und die Sonderfolge mit Melina Borcak von Montag….
Vom Hohen Repräsentanten in Bosnien geplantes Wahlgesetz spielt Nationalisten in die Hände
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor der Einführung eines neuen Wahlgesetzes in Bosnien und Herzegowina durch den Hohen Repräsentanten Christian Schmidt. Seine Pläne, in den Kanton…
27. Jahrestag des Völkermordes von Srebrenica (11.7.)
Serbische Nationalisten untergraben die Stabilität des Westbalkan, säen Hass und Zwietracht. Daran habe sich auch 27 Jahre nach dem Völkermord von Srebrenica wenig geändert, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet. Am 11.Juli 2022 sollen weitere 50 identifizierte Opfer des Massakers beigesetzt werden. Insgesamt ist es bisher gelungen, 6.652 Opfer aus etwa 150 Einzel- und Massengräbern zu bergen und zu identifizieren.
Die bevorstehenden Wahlen in Serbien werden das Land nicht von seinem ultra-nationalistischen und außenpolitisch destruktiven Kurs abbringen, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) befürchtet. Den sieben Oppositionskandidaten werden keine großen Chancen eingeräumt.
Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier möchte dem Historiker Gideon Greif am 10. November das Bundesverdienstkreuz verleihen. Nach einem internationalen Aufschrei wird nun erneut überprüft, ob der für seine Holocaustforschung bekannte Historiker dafür geeignet ist – weil er den Genozid in Srebrenica leugnet.
26. Jahrestag des Völkermordes von Srebrenica (11.7.)
26. Jahrestag des Völkermordes von Srebrenica (11.7.):
• Überlebende wollen endlich die Wahrheit über den Verbleib ihrer Angehörigen erfahren
• Weiter Leugnung des Genozides und Verherrlichung der Kriegsverbrecher in der Republika Srpska und Serbien
• 19 kürzlich identifizierte Opfer werden im Rahmen einer Zeremonie beigesetzt