Boko Haram errichtet Kalifat im Nordosten Nigerias
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt vor einer Spirale der Gewalt im Kampf gegen die islamistische Boko-Haram-Sekte in Nigeria. Die Zivilbevölkerung im Nordosten des Landes leidet massiv unter den Folgen der sich verschärfenden Auseinandersetzungen zwischen Islamisten und Polizei, Armee sowie paramilitärischen Bürgerwehren.
Indonesien: Amtseinführung des neuen Staatspräsidenten
Der neue Staatspräsident Indonesiens Joko Widodo hat bei seiner heutigen Amtseinführung in Jakarta zur nationalen Aussöhnung in dem südostasiatischen Staat aufgerufen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) begrüßt diesen Aufruf und verbindet damit die Hoffnung, dass sich nun auch die Lage bedrängter Christen und Ahmadiyyah-Muslime in Indonesien bessern wird.
Malala Yousafzai, die neue Friedensnobelpreisträgerin, beteiligte sich an der #Bringbackourgirls-Kampagne. Im Juli 2014 besuchte sie in Nigeria Mädchen, die der Gefangenschaft entkommen konnten.
Seit sechs Monaten entführt: 219 Schülerinnen in Nigeria
Im Schatten der Syrien-Krise erinnert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) an das Schicksal von 219 Schülerinnen, die heute vor sechs Monaten im Norden Nigerias von islamistischen Kämpfern der Boko-Haram-Sekte entführt wurden. Noch immer fehlt jedes Lebenszeichen von den verschleppten Mädchen. Nigeria und die internationale Gemeinschaft müssen dringend ihre Bemühungen verstärken, damit dieses schreckliche Geiseldrama endlich beendet wird.
Keine türkisch beherrschte Pufferzone in Nordsyrien ohne gleichberechtigte Beteiligung von Kurden und Christen!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt eindringlich vor der Errichtung einer türkisch beherrschten „Pufferzone“ in Nordsyrien gegen den Willen der dort ansässigen kurdischen und christlichen Bevölkerung. Der türkischen Regierung das Leben und Wohlergehen der Menschen in diesen drei seit zwei Jahren selbstverwalteten kurdischen Kantonen anzuvertrauen wäre unverantwortlich, denn sie schikaniert und diskriminiert die kurdische Bevölkerung im eigenen Land seit Jahrzehnten.
Boko Haram brennt zehn Kirchen im Norden Nigerias nieder
Trotz jüngster Erfolgsmeldungen der nigerianischen Armee hält der Terror radikaler Islamisten gegen die Zivilbevölkerung im Nordosten Nigerias weiter an, berichtete die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am Freitag in Göttingen. So töteten Boko-Haram-Kämpfer bei Überfällen auf zwei Dörfer am Mittwoch und Donnerstag im Bundesstaat Borno einen Pastor, einen Lehrer und 18 weitere Dorfbewohner.
Schwere Vorwürfe gegen die Türkei – Ankara darf IS-Extremisten nicht länger unterstützen!
Schwere Vorwürfe hat die Gesellschaft für bedrohte Völker gegen die Türkei und die deutsche Bundesregierung erhoben: Letztere habe nun lange genug hingenommen, dass ihr NATO-Partner der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ logistische Unterstützung gewähre und den extremistischen Kämpfern so die gewaltsame Vertreibung ethnischer und religiöser Minderheiten aus weiten Teilen Syriens und des Iraks erleichtere.
Mit einer Mahnwache will die Gesellschaft für bedrohte Völker gemeinsam mit dem Bundesverband der Aramäer in Deutschland, dem Zentralrat der Yeziden, dem Verband der Vereine aus Kurdistan (KOMKAR) und dem Zentralverband der assyrischen Vereinigungen in Deutschland (ZAVD) darauf aufmerksam machen, dass den Minderheiten im Irak die Vernichtung droht. Foto: Michaela Böttcher für GfbV
Mit einer Mahnwache am Brandenburger Tor wird die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) am kommenden Montag, den 1. September 2014, ab 12 Uhr die Entscheidung der deutschen Bundesregierung begrüßen, Rüstungsgüter nach Irakisch-Kurdistan zu liefern.
Irak: Yeziden, Christen und Kurden benötigen unseren Beistand!
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) appelliert an alle Bundestagsabgeordneten, sich für den Schutz von Irakisch-Kurdistan zu entscheiden. „Angesichts der tödlichen Bedrohung durch die „Barbaren des 21. Jahrhunderts“ darf die multiethnische und multireligiöse Region Nordirak nicht allein gelassen werden“, sagte der GfbV-Generalsekretär Tilman Zülch am Montag in Göttingen.
Syrien: Islamisten bereiten Offensive gegen christliche Ortschaft Mhardeh vor
Syrische Islamisten bereiten nach Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) offenbar eine Offensive für die „Befreiung von Mhardeh“ vor. Augenzeugen berichteten der Menschenrechtsorganisation telefonisch, Kämpfer der Al-Nusra-Front rückten gegen diese kleine überwiegend von Christen bewohnten Ortschaft im Kreis Hama in Zentralsyrien vor, nachdem sich die Jihadisten der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ (IS) vor wenigen Tagen aus der Region zurückgezogen haben.