Kontinuierliche Verschlechterung der Menschenrechtslage
Die unvorhergesehenen Ereignisse, die derzeit die arabische Welt erschüttern, zum Sturz der Regime von Tunesien und Ägypten geführt haben und höchstwahrscheinlich auch zum Ende der Herrschaft des Gaddafi-Clans in Lybien führen werden, richten den Blick der Weltöffentlichkeit derzeit auch auf die anderen arabischen Staaten. Ob die Protestwelle auch Syrien, das im regionalen Gefüge eine zweifellos wichtige Schlüsselrolle spielt, erreichen wird, ist derzeit ungewiss.
Nach Völkermord 1971 ringen Ureinwohner in Bangladesch bis heute um Schutz und Anerkennung
Die rund 2,5 Millionen Ureinwohner Bangladeschs müssen auch vier Jahrzehnte nach der Staatsgründung noch um die Anerkennung ihrer Rechte und um Schutz ringen. Darauf macht die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) anlässlich des 40. Jahrestages der Unabhängigkeit des südasiatischen Staates (26. März 1971) aufmerksam. Besonders die Lage der rund 700.000 Jumma im Chittagong-Hochland im Südosten des früheren Bengalen sei sehr angespannt.
Übergriffe auf Christen und Ahmadiyya in Indonesien nehmen stark zu
Die Religionsfreiheit in Indonesien ist in akuter Gefahr, warnt die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV). Im Jahr 2010 hat sich die Zahl der Übergriffe auf Christen vervierfacht. Es wurden 75 christenfeindliche Aktionen registriert, 43 davon waren Anschläge auf Kirchen oder willkürliche Schließungen von Gotteshäusern.
Die Kopten haben beim Referendum am Samstag mehrheitlich gegen eine Änderung der ägyptischen Verfassung gestimmt. Ägyptens Christen fordern eine neue Verfassung, die ein säkulares Staatssystem einführt, und das erfüllen die neun vorgesehenen Verfassungsänderungen nicht.
Mindestens 39 Kopten starben seit Januar 2011 wegen ihres Glaubens eines gewaltsamen Todes
Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist tief besorgt über die anhaltende Gewalt gegen die koptischen Christen in Ägypten. Die Kopten haben nach dem Sturz des Mubarak-Regimes zwar noch immer Hoffnung auf ein Ende der stetigen Übergriffe, doch fast jede Woche kommen Kopten aufgrund ihres Glaubens gewaltsam zu Tode
Pakistan, Ägypten, Libyen, Tunesien: Minderheiten in der islamischen Welt wollen gleiche Rechte
Minderheiten in der islamischen Welt wollen vor allem gleiche Rechte wie die Mehrheitsbevölkerung und nicht nur bessere Sicherheitsvorkehrungen vor möglichen Übergriffen radikal-islamischer Kräfte.
Mehrere tausend Kopten haben am Mittwochabend auf dem Tahrir Platz gegen neue Übergriffe auf Angehörige der religiösen Minderheit in Ägypten protestiert. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) in Göttingen teilte am Donnerstag mit, Demonstranten hätten gegen die gewaltsame Zerstörung von Schutzzäunen vor koptischen Klöstern durch die Armee protestiert, bei der mehrere Kopten schwer verletzt wurden.
Mehr als 2.000 Kopten demonstrierten am gestrigen Sonntag vor dem Gebäude des ägyptischen Staatsfernsehens in Kairo und forderten eine Verfassungsänderung, um Ägypten zum säkularen Staat zu erklären.
Ägyptische Generalstaatsanwaltschaft leitet Ermittlungen gegen früheren Innenminister ein
Der ägyptische Generalstaatsanwalt Abd al-Majid Mahmud hat Ermittlungen aufgenommen, um zu klären, ob der frühere ägyptische Innenminister Habib el-Adly in den Terroranschlag der Neujahrsnacht auf Kopten in Alexandria verwickelt ist.