Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) warnt Entscheidungstragende in der Bundespolitik und auf EU-Ebene, sich von den Machthabern in Katar instrumentalisieren zu lassen.
Zum vierten Jahrestag des türkischen Angriffs auf die nordsyrische kurdische Region Afrin protestiert die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) vor den Botschaftsgebäuden der beiden Länder, die die Invasion durch aktive Zurückhaltung ermöglicht haben. Die GfbV fordert die Regierungen Russlands und der USA dazu auf, für ein Ende der Okkupation Afrins und der andauernden Gewalt des türkischen Militärs und seiner islamistischen Söldner gegen die einheimische Bevölkerung zu sorgen.
Auch vier Jahre nach Beginn der völkerrechtswidrigen Invasion der Türkei in die nordsyrische Region Afrin ist die einheimische Bevölkerung täglich schweren Menschenrechtsverletzungen ausgesetz. Ab dem 20. Januar 2018 hatten die türkische Armee und mit ihr verbündete islamistische Milizen die ursprünglich kurdisch dominierte Region angegriffen und damit begonnen, die nicht-arabische und nicht-sunnitische Bevölkerung zu vertreiben.
Auch dieses Jahr werden viele Menschen christlichen Glaubens weltweit das Weihnachtsfest unter schwierigsten Bedingungen begehen. „In Ländern ohne wirkliche Glaubensfreiheit, wie Nordkorea, Iran oder China, leiden die Menschen wegen der andauernden staatlichen Willkür und Verfolgung.
Zum 100. Todestag von Abdu’l-Bahás, einem der wichtigsten Würdenträger für die Religionsgemeinschaft der Bahá’í, hält die Unterdrückung religiöser Minderheiten in der Islamischen Republik Iran (IRI) an. Insbesondere Angehörige der Bahá’í und Konvertierte leiden darunter, wie die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtet.
Der türkische Machthaber Erdogan versucht, von den USA und Russland grünes Licht für neue Angriffskriege gegen die kurdische und andere Minderheiten in Nordsyrien zu erhalten.
Christliche Gemeinschaften im Irak:
• Minderheiten sehen ihre wenigen verbleibenden Rechte bedroht
• Staatliche Sicherheitskräfte haben über weite Teile des Landes keine Kontrolle
• Islamistische Milizen bereichern sich am Eigentum christlicher Familien
Zusammentreffen von Biden und Erdogan beim Nato-Gipfel:
• GfbV appelliert an Biden, sich für ein Ende der türkischen Gewalt gegen ethnische und religiöse Minderheiten einzusetzen
• Angriffe auf kurdische, christliche und alevitische Bevölkerung Syriens und des Irak unter den Augen des russischen und US-amerikanischen Militärs
• Angestrebte Veränderung der demografischen Struktur Nordsyriens ist völkerrechtswidrig
Christliche Minderheiten im Irak:
• Verbleibende christliche Gläubige fühlen sich im Südirak nicht sicher
• Nur vier der ehemals fast 20 Kirchen halten noch Gottesdienste ab
• Wenig Hoffnung auf Verbesserung durch kommende Parlamentswahlen