Die Delegation aus Europa wird an einer Sitzung des Versammlung Aty-Guasu-Rates, der großen Versammlung der Guaraní-Kaiowá teilnehmen. Foto: Privat/GfbV
Lage der Guaraní-Kaiowá spitzt sich dramatisch zu
Menschenrechtler aus Europa helfen den von der brasilianischen Regierung im Stich gelassenen indigenen Guarani-Kaiowá im Bundesstaat Mato Grosso do Sul bei der Verteidigung ihres Landes gegen übermächtige Agrarunternehmen.
Hunger und Gewalt prägen das Leben der insgesamt 43.000 Guarani im Bundesstaat Mato Grosso do Sul im Südosten Brasiliens. Sie wurden von ihrem Land vertrieben und campieren meist am Rand der Straßen inmitten großer Zuckerrohr-, Soja- und Maisplantagen oder Viehweiden.
Rechte indigener Völker in Brasilien bewahren!
Brasilien feiert Olympia, doch die Angehörigen der etwa 305 indigenen Völker feiern nicht mit.
Die Situation der brasilianischen Guarani wird immer dramatischer: Seit Jahresbeginn starben bereits fünf indianische Kinder an Unterernährung – der Staat hatte die Lebensmittelhilfen für 8.000 Familien gestrichen. Immer mehr Guarani werden durch ihre ausweglose Lage in den Selbstmord getrieben.